schränken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschrän-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schränken‹ als Letztglied: ↗einschränken  ·  mit ›schränken‹ als Grundform: ↗verschränken
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
fachsprachlich die Zähne eines Sägeblattes abwechselnd rechts und links abbiegen
2.
Jägersprache bes. von Edelwild   die Tritte in seitlicher Abweichung von einer gedachten geraden Linie aufsetzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schränken · beschränken · beschränkt · Beschränktheit · verschränken
schränken Vb. ‘kreuzweise übereinanderlegen oder -stellen’, ahd. screnken ‘ausspreizen, ein Bein stellen und zu Fall bringen, niederwerfen’ (9. Jh.; dazu firscrenken, s. unten), mhd. schrenken ‘quer und über Kreuz setzen, schräg stellen, verschränken, flechten’, mnd. schrenken ‘beschränken, behindern, verschränken, quer, kreuzweise übereinanderlegen’ sowie asächs. (gi)skrankon ‘ausspreizen, verschränken’, aengl. screncan ‘zu Fall bringen, stürzen, täuschen’ führen wie ↗Schranke und ↗Schrank (s. d.) auf ie. *(s)kreng-, nasalierte Gutturalerweiterung der unter ↗schräg (s. d.) angeführten verbreiteten Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’. Als Simplex begegnet das Verb im Nhd. noch fachsprachlich eine Säge schränken ‘die Zähne der Säge ausspreizen, d. h. abwechselnd nach links und rechts auseinanderbiegen’, sonst in den Präfixbildungen: beschränken Vb. ‘eingrenzen, einengen’, ahd. biscrenken ‘zu Fall bringen, niederwerfen, schwächen’ (9. Jh.), mhd. beschrenken ‘umfassen, einschränken, versperren, durch Unterschlagen eines Beines zu Fall bringen, betrügen, überlisten’, vom heutigen Sprachgefühl als unmittelbare Bildung zu Schranke empfunden; beschränkt Part.adj. ‘engstirnig, dumm’ (18. Jh.); Beschränktheit f. ‘geistige Enge, Engstirnigkeit’ (18. Jh.). verschränken Vb. ‘übereinanderlegen, quer oder kreuzweise legen’ (besonders von Armen und Beinen), ahd. firscrenken ‘(mit Fußfesseln) hindern, versperren, abhalten’ (um 800), mhd. verschrenken ‘mit Schranken umgeben, einschließen, einengen, versperren, quer oder kreuzweise übereinanderlegen’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bewegungsfreiheit Verwendung allerdings ein einschränken freilich gleichzeitig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schränken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings, schränkt er ein, sei das eine weltweit zu beobachtende Tendenz.
Die Zeit, 25.12.2012, Nr. 52
Die neue Version schränkt sich jedoch etwas ein und entfernt nicht benötigte Programmteile aus dem Speicher, falls es dort einmal eng werden sollte.
C't, 1990, Nr. 4
Sie halten die Details potentiell verfügbar und schränken dadurch die isoliert zu fixierenden Gedächtnisinhalte ein.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 989
Die Expansion der Staatszwecke schränkt die Freiheitssphäre des Bürgers ein.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 97
So sind die Sägen nach Bedarf zu schränken und mit der Dreikantfeile zu schärfen.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 365
Zitationshilfe
„schränken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schränken>, abgerufen am 22.05.2019.

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