schrankenlos

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung schran-ken-los (computergeneriert)
Wortzerlegung Schranke-los
Wortbildung  mit ›schrankenlos‹ als Erstglied: ↗Schrankenlosigkeit

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. keine Schranke besitzend
  2. 2. [übertragen] unbegrenzt, ohne Einschränkung
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
keine Schranke besitzend
Beispiel:
ein schrankenloser Bahnübergang
2.
übertragen unbegrenzt, ohne Einschränkung
Beispiele:
für jmdn. eine schrankenlose Bewunderung fühlen
zu jmdm. schrankenloses Vertrauen haben
etw. schrankenlos ausnutzen
er nutzte das Vertrauen seines Freundes schrankenlos aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schranke · einschränken · schrankenlos
Schranke f. ‘Absperrvorrichtung’, mhd. schranke m. f. ‘Gitter, Zaun, Verschränkung, Umarmung’ steht als schwacher n-Stamm neben dem unter ↗Schrank (s. d.) behandelten Substantiv. Die beiden Wörtern gemeinsame (jedoch von Schrank aufgegebene) Ausgangsbedeutung ‘schräg, kreuzweise Gestelltes, Einfriedung, Gitterwerk’ bleibt bei Schranke erhalten; vgl. Eisenbahnschranke. Häufig redensartlich übertragen, z. B. (sich) in Schranken halten, in seinen Schranken bleiben ‘eine gewisse Grenze nicht überschreiten, sich zurückhalten’ (17. Jh.), Schranken setzen ‘Einhalt gebieten’ (18. Jh.), jmdn. in die Schranken weisen ‘zur Mäßigung auffordern’ (1. Hälfte 20. Jh.). einschränken Vb. ‘in Schranken einschließen, einengen’ (17. Jh.), reflexiv ‘sparsam, ohne Aufwand leben, seine Ansprüche herabsetzen’ (18. Jh.). schrankenlos Adj. ‘unbehindert, keine Grenzen respektierend’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
astronomisch · ausufernd · ↗außerordentlich · entfesselt · enthemmt · ↗exorbitant · ↗exzessiv · ↗grenzenlos · ↗hemmungslos · ↗maßlos · schrankenlos · ↗uferlos · ↗ungebremst · ↗ungehemmt · ↗unmäßig · ↗unverhältnismäßig · überbordend · überhandnehmend · ↗überhöht · ↗überschwänglich · übersteigert · übertrieben · überzogen  ●  ↗übermäßig  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›schrankenlos‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schrankenlos‹.

Verwendungsbeispiele für ›schrankenlos‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn es gewährte ihnen nicht nur reichliche Mittel, sondern auch ideale Chancen zum schrankenlosen Forschen.
Der Tagesspiegel, 21.03.2005
Sie ist schrankenlos und periodisch wie das System der Großen Bibliothek.
Die Zeit, 08.12.1989, Nr. 50
Wie dies auch in anderen Affenhorden der Fall ist, herrscht innerhalb jeder Herde schrankenlose geschlechtliche Freiheit.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 183
Zu ihr gehört auch, daß G. es Allmacht durch seine Güte und Weisheit begrenzt, nicht schrankenlos ist, weil sonst G. sich selbst nicht erkennen könnte.
Klein, J.: Gott. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 15518
Bei der rein vegetarischen Kost kann die Phantasie der Köchin sich fast schrankenlos entfalten.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 331
Zitationshilfe
„schrankenlos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schrankenlos>, abgerufen am 02.06.2020.

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