schrubben

Grammatik Verb
Worttrennung schrub-ben
Wortbildung  mit ›schrubben‹ als Letztglied: ↗abschrubben · ↗wegschrubben

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [umgangssprachlich] etw., jmdn., sich mit einer Bürste kräftig reibend säubern
  2. 2. [fachsprachlich] etw. grob mit dem Hobel bearbeiten
eWDG

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich etw., jmdn., sich mit einer Bürste kräftig reibend säubern
Beispiele:
den Fußboden schrubben (= scheuern)
die Straßenbahnen fahren durch eine Reihe von Bürsten und werden so gründlich geputzt und geschrubbt
den Kopf, die Zähne schrubben
das Kind wurde in die Badewanne gestellt und geschrubbt
nach der Arbeit hat er sich immer erst geschrubbt
2.
fachsprachlich etw. grob mit dem Hobel bearbeiten
Beispiel:
kaum, daß der Morgen graut, steht er schon wieder gebeugt über der Arbeit und schrubbt mit dem Hobel ... steinharte Bohlen [ SeegerFernsehspiele17]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schrubben · Schrubber
schrubben Vb. ‘intensiv abreiben, mit dem Schrubber reinigen’, Aufnahme (17. Jh.) von mnd. schrubben, schrobben ‘kratzen, scharrend entfernen’ in die Literatursprache. Vergleichbare Bildungen sind mnl. scrobben, scrubben, nl. schrobben, engl. to scrub, schwed. skrubba ‘reiben, scheuern’, anord. skrubbi ‘harter Mensch, Wolf’. Diese stehen mit affektischer Konsonantendoppelung neben verwandtem ↗schrappen ‘geräuschvoll (ab)schaben, (ab)kratzen, raspeln’ (s. d.) sowie ↗schröpfen (s. d.) und ↗schürfen (s. d.) und führen wie diese auf ie. *(s)kerb(h)-, *(s)kreb(h)-, Labialerweiterung der Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. ↗scheren1). Schrubber m. ‘Scheuerbürste mit langem Stiel’ (18. Jh.), ‘Kratzer, Geizhals’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
abscheuern · ↗abschrubben · ↗scheuern · schrubben
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›schrubben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schrubben‹.

Verwendungsbeispiele für ›schrubben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Geschrubbt wird nicht nur im Kino, auch in der Wirklichkeit.
Die Welt, 26.04.2002
Ich habe einen halben Tag lang geschrubbt - am nächsten Tag war die Schrift wieder da.
Bild, 05.07.2001
Ich flog in die Küche und begann meine Hände zu schrubben wie ein Chirurg vor dem Eingriff.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 96
Er schrubbt noch seine Hose mit der Kleiderbürste und setzt sich zu uns aufs Bett.
Beyer, Marcel: Flughunde, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995 [1995], S. 244
Zuletzt schrubbte er die klebrigen Schmutzränder der Gläser vom Parkett.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 92
Zitationshilfe
„schrubben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schrubben>, abgerufen am 17.04.2021.

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