schrumpelig

GrammatikAdjektiv
Nebenform schrumplig · Adjektiv
Worttrennungschrum-pe-lig · schrump-lig
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
runzelig, faltig
Beispiele:
ihr Gesicht war schrumpelig wie ein alter Apfel
die Haut ihrer Füße wurde schrumpelig
2.
voller Knitter
Beispiele:
eine schrumpelige Hose
der Schal ist vom Regen schrumpelig geworden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schrumpfen · schrumpeln · verschrumpeln · schrump(e)lig · Schrumpel · Shrimps
schrumpfen Vb. ‘runzlig, kleiner werden, sich zusammenziehen’ (17. Jh.) steht schwundstufig neben stark flektierendem mhd. schrimpfen ‘in Falten, Runzeln zusammenziehen, krümmen’, frühnhd. (mit Rundung) schrümpfen (16. Jh.), nd. schrumpen, älter mnd. schrempen ‘zusammenziehen’, mnl. scrimpen ‘runzlig werden’, anord. skreppa ‘ausgleiten, sich zusammenziehen, abnehmen’, schwed. skrympa, das sich mit mhd. schrimpf ‘Schramme, kleine Wunde’, mnd. schrumpe ‘Falte’, engl. shrimp ‘Krabbe, Knirps’, anord. schwed. skorpa ‘Kruste, Schorf’ (zu anord. skorpinn, Part. Prät. zu skreppa, s. oben) als Variante mit s-Anlaut zu den unter ↗rümpfen (s. d.) genannten Formen stellt. Ohne Nasal vergleichen sich außerdem lit. skir̃bti ‘sauer werden, schrumpfen, körperlich abnehmen’, russ. (älter) skórbnut’ (скорбнуть) ‘zusammenschrumpfen’. schrumpeln Vb. ‘schrumpfen’, nd. mnd. Iterativum (17. Jh.); vgl. verschrumpeln Vb. (16. Jh.) und schrump(e)lig Adj. ‘runzlig, faltig’ (18. Jh.), älter schrumplich (16. Jh.), schrumpelicht (17. Jh.). Schrumpel f. ‘Runzel’ (17. Jh.). Shrimps Plur. ‘kleine Krabben’, selten der Sing. Shrimp m., Übernahme (19. Jh.) von engl. shrimp (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
eingeschrumpelt · eingetrocknet · schrumpelig · ↗schrumpfig · ↗verhutzelt · verschrumpelt · vertrocknet  ●  ↗hutzelig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfel Finger Haut Kartoffel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schrumpelig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur gut, dass man nicht gesehen hat, wie schrumpelig meine Haut am Ende war.
Süddeutsche Zeitung, 18.06.2001
Noch nie hatte sie einen kleinen, schrumpeligen Penis in der Hand.
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 74
Ganz braun und schrumpelig hängen die Blätter an den Zweigen.
Bild, 10.09.2002
Wenn das Kind in der Wanne davon genug hat, ist seine Haut bestimmt schrumpelig.
Die Welt, 07.08.1999
Widerlich schrumpelig wurde das Prachtstück vor der Zentrale des agrochemischen Fortschritts.
Der Spiegel, 20.07.1987
Zitationshilfe
„schrumpelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schrumpelig>, abgerufen am 20.11.2019.

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