Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

schrumpelig

Grammatik Adjektiv
Nebenform schrumplig
Aussprache 
Worttrennung schrum-pe-lig ● schrump-lig

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] ...
    1. 1. runzelig, faltig
    2. 2. voller Knitter
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
runzelig, faltig
Beispiele:
ihr Gesicht war schrumpelig wie ein alter Apfel
die Haut ihrer Füße wurde schrumpelig
2.
voller Knitter
Beispiele:
eine schrumpelige Hose
der Schal ist vom Regen schrumpelig geworden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schrumpfen · schrumpeln · verschrumpeln · schrump(e)lig · Schrumpel · Shrimps
schrumpfen Vb. ‘runzlig, kleiner werden, sich zusammenziehen’ (17. Jh.) steht schwundstufig neben stark flektierendem mhd. schrimpfen ‘in Falten, Runzeln zusammenziehen, krümmen’, frühnhd. (mit Rundung) schrümpfen (16. Jh.), nd. schrumpen, älter mnd. schrempen ‘zusammenziehen’, mnl. scrimpen ‘runzlig werden’, anord. skreppa ‘ausgleiten, sich zusammenziehen, abnehmen’, schwed. skrympa, das sich mit mhd. schrimpf ‘Schramme, kleine Wunde’, mnd. schrumpe ‘Falte’, engl. shrimp ‘Krabbe, Knirps’, anord. schwed. skorpa ‘Kruste, Schorf’ (zu anord. skorpinn, Part. Prät. zu skreppa, s. oben) als Variante mit s-Anlaut zu den unter rümpfen (s. d.) genannten Formen stellt. Ohne Nasal vergleichen sich außerdem lit. skir̃bti ‘sauer werden, schrumpfen, körperlich abnehmen’, russ. (älter) skórbnut’ (скорбнуть) ‘zusammenschrumpfen’. schrumpeln Vb. ‘schrumpfen’, nd. mnd. Iterativum (17. Jh.); vgl. verschrumpeln Vb. (16. Jh.) und schrump(e)lig Adj. ‘runzlig, faltig’ (18. Jh.), älter schrumplich (16. Jh.), schrumpelicht (17. Jh.). Schrumpel f. ‘Runzel’ (17. Jh.). Shrimps Plur. ‘kleine Krabben’, selten der Sing. Shrimp m., Übernahme (19. Jh.) von engl. shrimp (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
eingeschrumpelt · eingetrocknet · schrumpelig · schrumpfig · verhutzelt · verschrumpelt · vertrocknet  ●  hutzelig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›schrumpelig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schrumpelig‹.

Verwendungsbeispiele für ›schrumpelig‹, ›schrumplig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur gut, dass man nicht gesehen hat, wie schrumpelig meine Haut am Ende war. [Süddeutsche Zeitung, 18.06.2001]
Noch nie hatte sie einen kleinen, schrumpeligen Penis in der Hand. [Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 74]
Ganz braun und schrumpelig hängen die Blätter an den Zweigen. [Bild, 10.09.2002]
Interessant ist nach Ansicht der Forscher die Frage, warum unsere Finger nicht ständig schrumpelig sind. [Die Zeit, 09.01.2013 (online)]
Schön schrumpelig sollte ihre Haut sein, das Zeichen ihrer Reife. [Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 10]
Zitationshilfe
„schrumpelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schrumpelig>.

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