schubsen

GrammatikVerb
Worttrennungschub-sen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schubsen‹ als Erstglied: ↗Schubser · ↗Schubserei  ·  mit ›schubsen‹ als Letztglied: ↗anschubsen · ↗herumschubsen · ↗umschubsen · ↗wegschubsen
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn., etw. plötzlich und ruckartig schieben, stoßen
Beispiele:
jmdn. in den Graben, vom Wagen schubsen
jmdn. in den Rücken, von der Seite, hin und her schubsen
Die Kinder schubsten sich durch den schmalen Hinterausgang [StrittmatterWundertäter230]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schubsen · schupfen · schup(p)sen · schuppen2 · Schubs · Schupf · Schup(p)s
schubsen, schupfen, schup(p)sen, (md. nd.) schuppen2 Vb. ‘stoßen, durch Stoß in schaukelnde Bewegung versetzen’, mhd. schüpfen, schupfen, mnd. schüppen, nd. md. mnl. schuppen, schubben, nl. schoppen stellen sich als Intensiva zu ↗schieben (s. d.); vgl. auch ahd. firscuphen ‘vergehen, unbeständig, flüchtig sein’ (um 1000), anord. skopa ‘springen, laufen’. Daraus hervorgegangen sind die Verbalabstrakta Schubs, Schupf, Schup(p)s m. ‘Anschub, leichter Stoß’, mhd. schupf, schuf ‘Schwung, schaukelnde Bewegung’, md. Schup (15. Jh.), obd. Schupf (16. Jh.), nd. md. Schupp (vorherrschend in der Schriftsprache des 18. Jhs.) und die Weiterbildungen Schupps (nd. 18. Jh.), Schubs (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
rempeln · schubsen · ↗stoßen  ●  schupsen  regional · ↗stupsen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bettkante Gebüsch Gegenspieler Gleisbett Piste Schiri Strafraum Thron U-Bahn Unparteiische anrempeln anschubsen beiseite beschimpfen drängeln her herumschubsen herunter hinausschubsen hineinschubsen knuffen rangeln raus rempeln rüde schubsen um umschubsen vorwärts wegschubsen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schubsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann schubste er sie vorwärts über das ungemähte Gras zum Haus.
Boie, Kirsten: Skogland, Ort: Hamburg 2005, S. 280
Da stößt sie ihn weg, schubst ihn fast vom Steg.
Der Tagesspiegel, 30.11.2000
Man muß versuchen, den Gegner aus dem Ring zu schubsen.
Süddeutsche Zeitung, 18.07.1998
Sie schubsten mich in einen großen rostigen Raum, blieben selber aber draußen.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 878
Jetzt schubst er seine Schwester, die ihm in den Arm fällt, zur Seite.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 254
Zitationshilfe
„schubsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schubsen>, abgerufen am 19.04.2019.

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