schummrig

GrammatikAdjektiv
Nebenform schummerig · Adjektiv
Worttrennungschumm-rig · schum-me-rig
WortzerlegungSchummer-ig
Wortbildung mit ›schummrig‹ als Erstglied: ↗Schummerigkeit · ↗Schummrigkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

landschaftlich dämmerig, halbdunkel
Beispiele:
es wurde bereits schummrig, als wir nach Hause kamen
wir saßen in einer schummrigen Ecke der Bar
Das Licht blieb aus, es war schummrig im Raum [FühmannJudenauto23]
trübe
Beispiel:
Heut ist so ein schummriger Tag, wo man im Stehen einschläft [SeghersRettung3,275]
umgangssprachlich, übertragen unheimlich
Beispiel:
mir wurde, war dabei ein bisschen schummrig zumute
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schummer · schummern · schumm(e)rig · Schummerstunde
Schummer m. ‘Dämmerung’, ein aus dem Nd. stammendes Wort, das sich mit seinen zugehörigen Bildungen (s. unten) vom 18. Jh. an von Berlin aus zu verbreiten beginnt. Mnd. schummer steht ablautend zu dem unter ↗schimmern (s. d.) behandelten Verb. Die Bedeutung ‘schwacher Glanz’ entwickelt sich bereits im Mnd. zu ‘schwacher Schein, Dämmerung, Schatten’. schummern Vb. ‘dämmern’ (18. Jh., besonders nordd. und omd.). schumm(e)rig Adj. ‘dämmrig, halbdunkel’ (18. Jh.). Schummerstunde f. ‘Zeit der Abenddämmerung’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
dämmerig · ↗funzelig (beleuchtet) · ↗funzlig (beleuchtet) · ↗halbdunkel · ↗zwielichtig  ●  schummerig  ugs. · schummrig  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ambiente Atmosphäre Bar Beleuchtung Club Dunkel Dämmerlicht Eck Ecke Etablissement Flur Foyer Gasse Halbdunkel Hinterhof Hinterzimmer Höhle Keller Kerzenlicht Kneipe Laden Licht Lichtverhältnis Lokal Rotlicht Saal Treppenhaus Winkel beleuchtet erleuchtet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schummrig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie wünschen wir uns das Licht - schummrig, sanft gefiltert, grell?
Die Welt, 14.02.2004
Aber warum kommen ihr die letzten Tage so schummrig vor?
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 176
An schummrigen Wänden haben Forscher dort jetzt sensationelle Malereien gefunden.
Bild, 31.10.2002
Die Dämmerung von der Straße warf durch ein niedriges Fenster schummriges Zwielicht in die Notwohnung.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 32
Und Susanne ließ schummrige Chöre zurück, lieferte Melitta Josef-Heinrich ins Bett.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 476
Zitationshilfe
„schummrig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schummrig>, abgerufen am 06.12.2019.

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