schwabbelig

GrammatikAdjektiv
Nebenform schwabblig · Adjektiv
Worttrennungschwab-be-lig · schwabb-lig
Wortzerlegungschwabbeln-ig
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich bei Erschütterung zitternd
besonders von einer weichen, gallertartigen Masse
Beispiele:
ein schwabbeliger Brei, Pudding
er hielt eine schwabbelige Qualle in der Hand
salopp, abwertend auch von Personen
Beispiele:
seine Hand fühlte sich schwabbelig an
Duplessis hatte dem Doktor die leicht schwabbeligen Wangen gelassen [Feuchtw.Füchse410]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwapp · schwipp1 · schwip(p)s · Schwapp · schwappen · schwappeln · schwabbeln · schwabb(e)lig · schwappern · schwabbern · schweppern
schwapp Interjektion lautnachahmend für ein kurzes, klatschendes Geräusch, besonders für plötzliches Überlaufen von Flüssigkeiten, seit dem 16. Jh. bezeugt, aber wohl älter. Ablautend schwipp1, verstärkt schwip(p)s Vielfach auch schwab(b), schwaps sowie mit Sekundärablaut in der Folge schwipp-schwapp (-schwupp). Substantiviert Schwapp m. ‘Klatsch, Schlag, Wasserguß, Menge überlaufender Flüssigkeit’ (17. Jh.). schwappen Vb. ‘platschend, klatschend an- oder aufschlagen, überfließen’ von Flüssigkeiten, auch ‘schwanken, schlottern’ von unfesten, schwammigen, weichen Massen (16. Jh.). Dazu die (wenig früher bezeugte) Weiterbildung schwappeln Vb. ‘plätschernd an oder über den Rand schlagen’, (von weichen Massen) ‘wackeln, zittern, sich hin und her bewegen’ (Ende 15. Jh.); daneben aus dem Nd. stammendes gleichbed. schwabbeln Vb. auch ‘viel und schnell daherreden’, im 17. Jh. in die Literatursprache aufgenommen. schwabb(e)lig Adj. ‘sich wackelnd bewegend, weich und dick’ (19. Jh.), früher bezeugt schwappelicht (17. Jh.). Iterativ schwappern, schwabbern, md. schweppern Vb. ‘überschwanken, Flüssigkeiten über den Rand gießen, überlaufen lassen, verschütten’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bebend · schwabbelig · schwabblig · wabbelig · wabblig · wackelnd · zitternd

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nie zuvor war er so fett und so schwabbelig, so vulgär, versoffen und verschwitzt.
Die Zeit, 03.08.2005, Nr. 31
Die elektronische Dämpferregelung für 5990 Mark ist dagegen überflüssig - erst zu schwabbelig, dann zu hart.
Bild, 29.10.1999
Auf der Bühne sah sie doch so kräftig aus, so weich und schwabbelig.
Süddeutsche Zeitung, 09.07.1994
Es ist schwabbelig und ungenau, und es hat siebenundvierzig Freiheitsgrade.
C't, 1992, Nr. 3
Aus der schönen Pyramide der Kaiserzeit ist eine schwabbelige Masse geworden, die vor allem um die Hüften herum ziemlich viel Fett angesetzt hat.
Der Tagesspiegel, 31.08.2003
Zitationshilfe
„schwabbelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schwabbelig>, abgerufen am 18.10.2019.

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