schweflig

Grammatik Adjektiv
Nebenform schwefelig · Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung schwef-lig ● schwe-fe-lig
Wortzerlegung Schwefel-ig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwefel · schwefeln · schwef(e)lig · Schwefelsäure
Schwefel m. Die Herkunft der Bezeichnung des chemischen Elements ahd. sweval (9. Jh.), swebal, swebul (8. Jh.), mhd. swebel, swevel, asächs. sweƀal, mnl. swēvel, aengl. swefl, swefel, got. swibls und (ablautend) mnd. mnl. swāvel, nl. zwavel ist nicht geklärt. Feist ³466 f. sieht darin ein Wanderwort mittelländischer Herkunft (aus Sizilien?). Andere versuchen, die germ. Formen mit lat. sulpur (in gräzisierender Schreibweise sulphur) ‘Schwefel’ und ie. *su̯elplo ‘Schwefel’ zu verbinden, indem sie germ. *swe(l)fla-, *swe(l)ƀla- als Dissimilationsformen mit volksetymologischer Beziehung zu der unter ↗schwelen (s. d.) verzeichneten Wurzel ie. *su̯el- ‘schwelen, brennen’ erklären (vgl. Pokorny 1, 1046). schwefeln Vb. ‘mit Schwefel behandeln’ (15. Jh.). schwef(e)lig Adj. ‘Schwefel enthaltend, schwefelartig’, ahd. swevalīg (um 1000), mhd. swebelic. Schwefelsäure f. (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›schweflig‹, ›schwefelig‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schwefelig‹.

Verwendungsbeispiele für ›schweflig‹, ›schwefelig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber das fängt sich dann eben doch irgendwann wieder in Sprache, und da phosphoresziert es dann alles noch einmal besonders hübsch schweflig.
Die Zeit, 21.10.1999, Nr. 43
Manchmal springt das ganze Bild in ein schwefliges Grün über.
konkret, 1982
Straßab kreuzte sich der Duft von Bratkartoffeln mit dem schwefligen Atem des Werks.
Reimann, Brigitte: Franziska Linkerhand, Berlin: Neues Leben 1974, S. 610
Durch Erwärmung mit Säuren zerfallen sie in schweflige Säure und Aldehyde.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 51
Ferner ist empfohlen, die Produkte mit geeigneten Extraktionsmitteln zu behandeln, um nichtharzartige Anteile (namentlich auch schweflige Säure) herauszulösen.
Scheiber, Johannes: Chemie und Technologie der künstlichen Harze, Stuttgart: Wissenschaftl. Verl.-Ges. 1943, S. 145
Zitationshilfe
„schweflig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schweflig>, abgerufen am 30.09.2020.

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