schwemmen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung schwem-men
Wortbildung  mit ›schwemmen‹ als Erstglied: Schwemmboden · Schwemmfächer · Schwemmgut · Schwemmholz · Schwemmkegel · Schwemmkies · Schwemmland · Schwemmlöss · Schwemmlöß · Schwemmsand · Schwemmstein
 ·  mit ›schwemmen‹ als Letztglied: abschwemmen · anschwemmen · aufschwemmen · ausschwemmen · einschwemmen · fortschwemmen · herausschwemmen · wegschwemmen · überschwemmen
 ·  mit ›schwemmen‹ als Grundform: Schwemme · Schwemmsel · verschwemmen
eWDG

Bedeutungen

1.
etw., jmdn. durch die Strömung treiben, mit Hilfe fließenden Wassers vorwärtsbewegen
Beispiele:
nach drei Tagen schwemmte das Meer den Schiffbrüchigen an Land
Die Gossen der Städte ... schwemmen ihre Ratten in unsere friedlichen Dörfer [ BrechtMachard3 a]
Ich werde ... den Mist ins Meer schwemmen [ DürrenmattHörspiele119]
2.
süddeutsch, österreichisch etw. (in viel Wasser) spülen, wässern
Beispiele:
sie hat die Wäsche nur einmal geschwemmt
Felle, Häute schwemmen
3.
Tiere schwemmenTiere an eine Wasserstelle führen und sie dort baden, waschen
Beispiel:
er schwemmte die Pferde im Fluss
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwemmen · Schwemme · aufschwemmen · überschwemmen · Überschwemmung
schwemmen Vb. ‘jmdn., etw. an eine Stelle hin-, von einer Stelle wegschwimmen lassen, wässern, spülen’, Kausativum zu dem unter schwimmen (s. d.) behandelten Verb (eigentlich ‘schwimmen machen’), mhd. swemmen ‘schwimmen lassen, ins Wasser tauchen, in Wasser waschen, darüber schwimmen, übersetzen, aufschwemmen’, aengl. beswemman. Schwemme f. ‘das Schwemmen, Baden, Ort, wo geschwemmt, gebadet, gewaschen wird’, vor allem ‘seichte Gewässerstelle als Bad von Tieren’, spätmhd. swemme, swem. Bildlich (die Zunge, den Mund) in die Schwemme reiten ‘trinken (im Wirtshaus)’ (15. Jh.), daher Schwemme ‘(einfaches) Wirtshaus’ (16. Jh.). aufschwemmen Vb. ‘mit Flüssigkeit auffüllen, auftreiben, durch Flüssigkeit dick, schwammig werden lassen’ (16. Jh.). überschwemmen Vb. ‘über etw. strömen und es unter Wasser setzen, überfluten’ (16. Jh.); Überschwemmung f. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
schwemmen · weichen (in Wasser) · wässern

Typische Verbindungen zu ›schwemmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schwemmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›schwemmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwei Autos sind aus der Garage geschwemmt worden und nur noch Schrott.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.1999
Doch ein heftiger Sturm schwemmt die Bücher kurze Zeit später aus ihrem Grab und verteilt die Blätter über dem Strand.
Die Zeit, 14.02.2011, Nr. 07
Und planscht und manscht und seift sich ein und schwemmt sich wieder ab!
Tucholsky, Kurt: Badetag. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919]
Das bekämpft den Brand, schwemmt den Körper durch und entgiftet ihn.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 197
Dadurch wird die Erde gut in die offenen Wurzelzwischenräume geschwemmt.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 178
Zitationshilfe
„schwemmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schwemmen>, abgerufen am 22.09.2021.

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