schwiemeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschwie-meln
Wortbildung mit ›schwiemeln‹ als Grundform: ↗Schwiemelei
eWDG, 1976

Bedeutung

landschaftlich, salopp leichtsinnig leben, zechen
Beispiele:
wir haben dort geschwiemelt
wenn er nur nicht so schwiemelte!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwiemen · schwiemeln · Schwiemel · schwiemelig
schwiemen Vb. nordd. ‘schwindlig sein, taumeln, unsicher gehen’, mnd. swimen. Häufiger das gleichbed. Iterativum schwiemeln Vb. nordd. md., auch ‘leichtsinnig leben, bummeln, zechen’, swimmelen (15. Jh.), mnd. swimelen, md. schweimeln (17. Jh.). Schwiemel ‘Schwindel, Rausch’, mnd. swimel. Übertragen ‘Bummler, liederlicher Kerl’ (19. Jh.). schwiemelig Adj. nordd. ‘schwindlig, taumelig’, obsächs. schweimelig. Herkunft ungewiß. Vielleicht besteht ein Zusammenhang der Wortgruppe mit ahd. swīnan ‘schwinden, abnehmen’ (um 800), mhd. swīnen ‘abnehmen, abmagern, welken, in Ohnmacht fallen’ (s. ↗schwinden)?

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das alles, bis auf den letztgenannten Satz, schwiemelt im Eckwertepapier der CDU nach wie vor herum.
Süddeutsche Zeitung, 08.11.2000
Sondern schwiemelt und krümelt sich mit Exkursen über die Magie der Stars um jedes Bekenntnis zur eigenen Rolle herum.
konkret, 1996
Und schwiemelt aus dem Leseraum im 1. Stock über den dünnen, grünen Stahlzaun zu den angrenzenden Kleingartenanlagen hinüber.
Bild, 17.12.1999
Zitationshilfe
„schwiemeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schwiemeln>, abgerufen am 15.11.2019.

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