schwitzen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung schwit-zen
Wortbildung  mit ›schwitzen‹ als Erstglied: Schwitzbad · Schwitzkasten · Schwitzkur · Schwitzpackung · Schwitzstube · Schwitzwasser
 ·  mit ›schwitzen‹ als Letztglied: Mehlschwitze · abschwitzen · anschwitzen · ausschwitzen · durchschwitzen · verschwitzen
 ·  mit ›schwitzen‹ als Binnenglied: Pechschwitzer  ·  mit ›schwitzen‹ als Grundform: schwitzig
eWDG

Bedeutungen

1.
in stärkerem Maße Schweiß absondern, besonders bei Hitze, anstrengender Arbeit, psychischer Erregung, Krankheit
Beispiele:
jmd. schwitzt (schnell, leicht, stark, unerträglich, am ganzen Körper)
umgangssprachlichjmd. schwitzt furchtbar, aus allen Poren
bei großer Hitze, der Arbeit, beim Essen, in der Sauna, im Examen, über einem Problem, vor Angst, Aufregung schwitzen
du musst ins Bett und (richtig, tüchtig, ordentlich) schwitzen (= eine Schwitzkur machen)
er hatte sich ganz nass geschwitzt
salopper hatte sich halbtot geschwitzt
umgangssprachlichbei dieser Arbeit gerät, kommt man ganz schön ins Schwitzen
bildlich
Beispiel:
saloppich kann es (mir) doch nicht aus den Rippen schwitzen! (= ich kann es unmöglich beschaffen!)
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlichBlut (und Wasser) schwitzen (= in großer Angst, Aufregung sein)
etw. schwitzt (jmdm.)
Beispiele:
seine Hände schwitzen (vor Angst, Verlegenheit)
ihm haben die Hände geschwitzt
jmdn. schwitzt (es)
Beispiele:
ihn schwitzte vor Angst
umgangssprachlichihn schwitzte schrecklich, fürchterlich vor Angst
2.
etw. schwitztetw. beschlägt mit Schwitzwasser
Beispiel:
das Fenster, die Wand, Mauer schwitzt
3.
Kochkunst etw. in Fett bräunen, rösten
Beispiele:
Mehl, Zwiebeln (in Butter, Margarine) schwitzen
Speckwürfel und fein geschnittene Zwiebeln werden mit Mehl hell, bräunlich geschwitzt
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwitzen · verschwitzen · Schwitze · Schwitzbad
schwitzen Vb. ‘Schweiß absondern’, ahd. swizzen (9. Jh.), mhd. switzen ist ablautend mit iterativ-intensiver Bedeutung zu der unter Schweiß (s. d.) genannten Wurzel gebildet wie aind. svidyati ‘schwitzt’. verschwitzen Vb. ‘vergessen’ (18. Jh.), d. i. ‘mit dem Schweiße verlieren, hinter sich bringen’. Schwitze f. ‘Zustand oder Ort des Schwitzens, Erhitzens’, beim Beizen in der Lederherstellung zur Enthaarung der Felle (18. Jh.), dann auch ‘Vorgang bzw. Ergebnis des Röstens’ in der Kochkunst, vgl. Mehlschwitze. Schwitzbad n. ‘Schweißausbruch bewirkendes Bad’ (17. Jh.).

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
schwitzen  ●  transpirieren  geh. · ölen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›schwitzen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schwitzen‹.

Verwendungsbeispiele für ›schwitzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die anderen schwitzten sehr unter dem schweren Tuch ihrer Uniformen. [Johnson, Uwe: Ingrid Babendererde, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1985, S. 10]
Zwei Stunden zuvor stand sie noch schwitzend in der Küche eines italienischen Restaurants. [Die Zeit, 30.03.2000, Nr. 14]
Früher habe ich nicht geschwitzt, wenn ich die Betten gemacht habe. [Der Spiegel, 24.08.1987]
Es ist ihm ein Spiel, das Dirigieren; und er schwitzt nicht! [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 02.03.1926]
Bei sommerlichen 25 Grad sollen die Stars zweimal am Tag für die Jagd nach drei Titeln schwitzen. [Die Zeit, 01.01.2013 (online)]
Zitationshilfe
„schwitzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schwitzen>.

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