Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

schwungvoll

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung schwung-voll
Wortzerlegung Schwung -voll
eWDG

Bedeutungen

1.
voll innerer, mitreißender Kraft
Beispiele:
eine schwungvolle Rede, Melodie
mit schwungvollen Worten verteidigte er seinen Freund
eine schwungvolle (= schnelle, energische) Bewegung
voll Elan, mit Temperament
Beispiele:
ein schwungvoller Tänzer, Redner
schwungvoll reden, musizieren
2.
gebogen, gekrümmt
Beispiel:
eine schwungvolle Linie, Nase
in (eleganten) Bogen verlaufend
Beispiel:
eine schwungvolle Arabeske, Unterschrift
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schwung · schwunghaft · Schwungfeder · Schwungkraft · Schwungrad · schwungvoll
Schwung m. ‘schwingende Bewegung, kraftvolle, rasche Bewegung, Stoßkraft’, übertragen ‘Antrieb, Begeisterung’. Das zu dem unter schwingen (s. d.) behandelten Verb gebildete Abstraktum mhd. swunc ist anfangs nur wenig gebräuchlich, setzt sich aber im 18. Jh. allgemein durch und drängt dabei Schwang und Schwank in ihrer Verwendung für ‘schwingende Bewegung’ zurück (zur Bedeutungsdifferenzierung s. Schwang). Redensartlich in Schwung kommen ‘in Gang kommen, in einen guten, vielversprechenden Zustand gelangen, vorankommen’ (um 1800), Schwung (‘Elan’) haben (19. Jh.). schwunghaft Adj. ‘mit Schwung, lebhaft, erfolgreich’ (Anfang 19. Jh.), schwunghaften Handel treiben. Schwungfeder f. ‘Hauptflügelfeder der Vögel’ (18. Jh.). Schwungkraft f. ‘Kraft eines schwingenden Körpers, in schnelle, schwingende Bewegung versetzende Kraft’ (18. Jh.). Schwungrad n. schweres Maschinenrad, das eine gleichmäßige Drehbewegung halten soll (18. Jh.). schwungvoll Adj. ‘voller Antrieb, Begeisterung, Elan’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
feurig · rasant · schwungvoll
Synonymgruppe
dynamisch · energiegeladen · energievoll · energisch · kraftvoll · lebhaft · schwungvoll  ●  mit Kawumm  ugs. · mit Musik dahinter  ugs. · mit Wumm(s)  ugs. · schnittig  geh. · unter Dampf stehen(d)  ugs. · voll innerer Kraft  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›schwungvoll‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schwungvoll‹.

Verwendungsbeispiele für ›schwungvoll‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der schwungvolle Start brach dann aber noch in der ersten halben Stunde ab. [Die Zeit, 19.05.2012, Nr. 21]
Immer wieder drängen die Berge in schwungvollen Bogen ans Meer. [Die Zeit, 27.03.1958, Nr. 13]
Besonders schwungvoll geht es in der deutschen Wirtschaft noch immer nicht zu. [Süddeutsche Zeitung, 15.05.2004]
Die Deutschen begannen durchaus schwungvoll, und sie besaßen die ersten Chancen. [Süddeutsche Zeitung, 21.08.2003]
Die Darstellung seiner zahlreichen Schriften ist originell, rhetorisch gewandt, schwungvoll, oft witzig. [Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7152]
Zitationshilfe
„schwungvoll“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schwungvoll>.

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