Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

siebzehn

Grammatik Kardinalzahl
Aussprache 
Worttrennung sieb-zehn
Mehrwortausdrücke  Trick 17 · Trick siebzehn
eWDG

Bedeutung

17
Beispiele:
er ist siebzehn (Jahre alt)
er ist mit seinen siebzehn schon sehr sicher im Auftreten
siebzehn und vier (= Kartenspiel)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sieben2 · siebenter · Siebentel · siebzehn · siebzig · Siebensachen · Siebenschläfer
sieben2 Num. Ahd. sibun (8. Jh.), mhd. siben (md. siven), asächs. siƀun, mnd. sēven, sȫven, mnl. sēven, nl. zeven, afries. si(u)gun, sawen, saun, aengl. seofon, engl. seven, anord. sjau (wohl umgebildet durch frühen Einfluß des unter acht, s. d., behandelten Zahlworts, vgl. got. ahtau), schwed. sju, got. sibun (germ. *sebun) lassen sich mit aind. saptá, griech. heptá (ἑπτά), lat. septem, air. secht n- auf ie. *septṃ ‘sieben’ zurückführen, wobei das Germ. den inlautenden Dental aufgegeben hat, wohl dissimilatorisch unter Einfluß der gleichfalls mit Dental gebildeten Ordinalzahl ie. *sep(t)ṃto-. siebenter, auch siebter Num. Ord., ahd. sibunto (9. Jh.), mhd. sibende. Siebentel n. auch Siebtel ‘siebenter Teil eines Ganzen’ (Anfang 18. Jh.), aus Siebenteil (16. Jh.) zusammengezogen. siebzehn Num. ahd. sibunzehan (um 1000), mhd. sibenzehen. siebzig Num. ahd. sibunzug (9. Jh.), mhd. sibenzec, -zic (s. -zig). Siebensachen Plur. ‘alles, was man für etw. Bestimmtes braucht, alle Habseligkeiten’ (Anfang 18. Jh.), ‘Plunder, Kram’ (17. Jh.), auch verhüllend für ‘Geschlechtsteile, -verkehr’ (in der 1. Hälfte des 17. Jhs.). Benennungsmotiv unklar. Siebenschläfer m. ursprünglich Plur., mhd. die siben slāfære, frühnhd. die Sübensleffer (15. Jh.), seit dem 17. Jh. auch Sing. m. Der Ausdruck bezeichnet nach einer mittelalterlichen Legende sieben Jünglinge, die sich bei einer Christenverfolgung (251) in einer Höhle bei Ephesus verbargen, dort eingemauert wurden und die Zeit ihrer Gefangenschaft schlafend verbrachten; sie erwachten (447) bei der zufälligen Öffnung der Höhle. Der kirchliche Gedenktag der sieben heiliggesprochenen Märtyrer ist der 27. Juni, der siben schlaffertag (15. Jh.), verkürzt Siebenschläfer; wenn es an diesem Tage regnet, soll nach dem Volksglauben während der folgenden sieben Wochen jeden Tag Regen fallen. Danach entwickelt sich Siebenschläfer zur Bezeichnung für ‘jmdn., der viel und lange schläft’ (17. Jh.) und zu einem Namen der Haselmaus wegen ihres festen Winterschlafes (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›siebzehn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einmal habe ich 23 Halbe Bier getrunken und sie siebzehn. [Die Zeit, 29.12.1978, Nr. 53]
Ich bin siebzehn geworden, ich fange an, richtig zu leben. [Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 283]
Es tritt schließlich erst nach siebzehn Jahren voll in Kraft. [Die Zeit, 19.02.2007, Nr. 09]
Er sei jetzt vierzig, das Mädchen dagegen sei erst siebzehn. [Die Zeit, 07.07.2004, Nr. 28]
Bis jetzt waren wir gut genug, siebzehn Millionen zu ernähren. [Die Zeit, 11.05.1990, Nr. 20]
Zitationshilfe
„siebzehn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/siebzehn>.

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