siebzehn

GrammatikKardinalzahl
Aussprache
Worttrennungsieb-zehn
eWDG, 1976

Bedeutung

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Beispiele:
er ist siebzehn (Jahre alt)
er ist mit seinen Siebzehn schon sehr sicher im Auftreten
siebzehn und vier (= Kartenspiel)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sieben2 · siebenter · Siebentel · siebzehn · siebzig · Siebensachen · Siebenschläfer
sieben2 Num. Ahd. sibun (8. Jh.), mhd. siben (md. siven), asächs. siƀun, mnd. sēven, sȫven, mnl. sēven, nl. zeven, afries. si(u)gun, sawen, saun, aengl. seofon, engl. seven, anord. sjau (wohl umgebildet durch frühen Einfluß des unter ↗acht, s. d., behandelten Zahlworts, vgl. got. ahtau), schwed. sju, got. sibun (germ. *sebun) lassen sich mit aind. saptá, griech. heptá (ἑπτά), lat. septem, air. secht n- auf ie. *septṃ ‘sieben’ zurückführen, wobei das Germ. den inlautenden Dental aufgegeben hat, wohl dissimilatorisch unter Einfluß der gleichfalls mit Dental gebildeten Ordinalzahl ie. *sep(t)ṃto-. siebenter, auch siebter Num. Ord., ahd. sibunto (9. Jh.), mhd. sibende. Siebentel n. auch Siebtel ‘siebenter Teil eines Ganzen’ (Anfang 18. Jh.), aus Siebenteil (16. Jh.) zusammengezogen. siebzehn Num. ahd. sibunzehan (um 1000), mhd. sibenzehen. siebzig Num. ahd. sibunzug (9. Jh.), mhd. sibenzec, -zic (s. ↗-zig). Siebensachen Plur. ‘alles, was man für etw. Bestimmtes braucht, alle Habseligkeiten’ (Anfang 18. Jh.), ‘Plunder, Kram’ (17. Jh.), auch verhüllend für ‘Geschlechtsteile, -verkehr’ (in der 1. Hälfte des 17. Jhs.). Benennungsmotiv unklar. Siebenschläfer m. ursprünglich Plur., mhd. die siben slāfære, frühnhd. die Sübensleffer (15. Jh.), seit dem 17. Jh. auch Sing. m. Der Ausdruck bezeichnet nach einer mittelalterlichen Legende sieben Jünglinge, die sich bei einer Christenverfolgung (251) in einer Höhle bei Ephesus verbargen, dort eingemauert wurden und die Zeit ihrer Gefangenschaft schlafend verbrachten; sie erwachten (447) bei der zufälligen Öffnung der Höhle. Der kirchliche Gedenktag der sieben heiliggesprochenen Märtyrer ist der 27. Juni, der siben schlaffertag (15. Jh.), verkürzt Siebenschläfer; wenn es an diesem Tage regnet, soll nach dem Volksglauben während der folgenden sieben Wochen jeden Tag Regen fallen. Danach entwickelt sich Siebenschläfer zur Bezeichnung für ‘jmdn., der viel und lange schläft’ (17. Jh.) und zu einem Namen der Haselmaus wegen ihres festen Winterschlafes (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besatzungsmitglied Dorfbewohner Einzelgewerkschaft Jahr Kilogramm Kilometer Knoten Kommissar Lenz Meter Million Minute Quadratkilometer Religionsgemeinschaft Seeleute Sekunde Silbe Stockwerk Todesopfer Tänzer Uraufführung Verkehrsprojekt Zeile Zentimeter achtzehn dreizehn fünfzehn neunzehn sechzehn vierzehn

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›siebzehn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einmal habe ich 23 Halbe Bier getrunken und sie siebzehn.
Die Zeit, 29.12.1978, Nr. 53
Es war siebzehn Minuten vor drei, das war ganz wichtig.
Süddeutsche Zeitung, 05.10.2004
Ich bin siebzehn geworden, ich fange an, richtig zu leben.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 283
Sie sah wieder so aus wie früher, wie vor siebzehn Jahren.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 283
In den letzten siebzehn Monaten hat Gott es mich begreifen lassen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 282
Zitationshilfe
„siebzehn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/siebzehn>, abgerufen am 22.10.2019.

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