Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

siegreich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung sieg-reich
Wortzerlegung Sieg -reich
eWDG

Bedeutung

den Sieg errungen habend
Beispiele:
siegreich aus dem Kampf zurückkehren
den Kampf siegreich beenden
sich siegreich behaupten
mit Sieg beendet
Beispiel:
eine siegreiche Schlacht
reich an Siegen
Beispiele:
eine siegreiche Armee, Mannschaft
die siegreiche Laufbahn eines Sportlers
der siegreiche Vormarsch einer Armee
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sieg · siegen · Sieger · sieghaft · siegreich
Sieg m. ‘Erfolg (nach einem Kampf, einem Wettstreit)’, ahd. sigu (8. Jh.), sig (9. Jh.), mhd. sige, asächs. sigi-, mnd. sēge, mnl. sēghe, nl. zege, afries. sige, aengl. sigor, sige, anord. sigr, schwed. seger, got. sigis n. sind als alte s-Stämme (ie. *seg̑hos-, *seg̑hes-) im Germ. in unterschiedliche Deklinationsklassen (*sigiz- n., *sigu- m.) übergetreten. Sie führen mit den außergerm. Verwandten aind. sáhatē ‘bewältigt, überwältigt, besiegt, gewinnt’, sáhaḥ ‘Gewalt, Macht, Sieg’, awest. hazah- ‘Gewalt, Gewalttat, Raub’, griech. échein (ἔχειν) ‘besitzen, (zurück)halten, haben’, (Aorist) ‘erobern, in Besitz nehmen’, mir. seg ‘Stärke’ und überlieferten Namen wie z. B. illyr. Segesta (Ortsname in Pannonien, Ligurien, Sizilien), kelt. Segisū, Segomāros (Personennamen) auf die Wurzel ie. *seg̑h- ‘festhalten, halten, jmdn. im Kampf überwältigen, Sieg’. siegen Vb. ‘einen Kampf gewinnen’, mhd. sigen; vgl. ahd. ubarsiginōn ‘besiegen, überwinden’ (um 1000) und (gleichbed.) ubarsigirōn (9. Jh.). Sieger m. ‘Gewinner im Kampf’, mhd. segere (vereinzelt 13. Jh.), geläufig seit frühnhd. Zeit, vgl. Siger (16. Jh.), Sieger (17. Jh.). sieghaft Adj. ahd. sigihaft (um 800), mhd. sige-, segehaft. siegreich Adj. (16. Jh.), mhd. sigerīche, mnd. sēgenrīk.

Thesaurus

Synonymgruppe
siegreich · triumphal
Synonymgruppe
(ganz) oben angekommen (sein) · alles erreicht haben · erfolgreich · siegreich · triumphierend · von Erfolg gekrönt  ●  (ein) gemachter Mann (sein)  männl. · (es) geschafft haben  ugs. · arriviert  geh. · ein gemachter Mann (sein)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›siegreich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›siegreich‹.

Verwendungsbeispiele für ›siegreich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber was bedeuten Reste einer vergangenen Zeit vor der siegreichen neuen Welt? [Heimpel, Hermann: Über die Epochen der mittelalterlichen Geschichte. In: ders., Der Mensch in seiner Gegenwart, Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht 1957 [1947], S. 47]
Und auch an Schönheit kann sie es, wie man vernimmt, mit ihnen siegreich aufnehmen. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 04.03.1907]
Für die geeinte Kraft der siegreichen Nation aber werde es nicht allzu schwer sein, zerstörte Städte wieder aufzubauen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1944]]
Warum sollten gerade Fans des siegreichen Teams so wütend angreifen? [Die Zeit, 02.02.2012 (online)]
Der Club setzte die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Gäste zunächst unter Druck. [Die Zeit, 17.09.2011 (online)]
Zitationshilfe
„siegreich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/siegreich>.

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