sinnfällig

Grammatik Adjektiv
Aussprache  [ˈzɪnfɛlɪç]
Worttrennung sinn-fäl-lig
Wortzerlegung Sinnfällig
Wortbildung  mit ›sinnfällig‹ als Erstglied: ↗Sinnfälligkeit
eWDG

Bedeutung

sinnlich wahrnehmbar, deutlich erkennbar
Beispiele:
durch diese Geste wurde sinnfällig, wie sehr sie sich freute
etw. sinnfällig zum Ausdruck bringen
dass zwischen beiden Parteien Einigkeit besteht, findet seinen sinnfälligsten Ausdruck in ihrem gemeinsamen Vorgehen
jmds. sinnfällige Überlegenheit
anschaulich
Beispiel:
ein sinnfälliger Vergleich, poetisches Bild

Thesaurus

Synonymgruppe
augenfällig · ↗begreiflich · ↗eingängig · ↗einleuchtend · ↗einsichtig · ↗einsichtsvoll · ↗erklärlich · ↗ersichtlich · ↗fassbar · ↗fasslich · ↗glaubhaft · ↗klar · ↗nachvollziehbar · nachzuvollziehen · ↗plausibel · ↗schlüssig · sinnfällig · ↗triftig · ↗verstehbar · ↗verständlich · ↗überzeugend  ●  ↗evident  geh. · ↗gut  ugs. · ↗intelligibel  fachspr., Philosophie · ↗noetisch  fachspr., griechisch, Philosophie
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
anschaulich · ↗bildhaft · ↗farbig · ↗illustrativ · ↗lebendig · ↗lebensnah · ↗plastisch · sinnfällig
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›sinnfällig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›sinnfällig‹.

Verwendungsbeispiele für ›sinnfällig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was das Schauspiel so populär gemacht hat, ist die für den ersten Blick sinnfällige Einfachheit seines gedanklichen Aufbaus.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 618
Der Tagtraum als Vorstufe der Kunst intendiert so besonders sinnfällig Weltverbesserung, hat diese als kerngesund-reellen Charakter.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 101
Die unsichtbare Einheit alles Lebens offenbarte sich Tieck in der Musik am sinnfälligsten.
Lohmann, Gustav: Tieck. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 2685
Schreiben und Lesen sind hervorragend geeignet, die geistige Tätigkeit des Menschen sinnfällig zu machen.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 10701
Nun ist die Rede vom Punkt, an dem sich alles entscheidet, zunächst nicht mehr als eine graphisch sinnfällige Übertreibung.
konkret, 1988
Zitationshilfe
„sinnfällig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/sinnf%C3%A4llig>, abgerufen am 15.01.2021.

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