sinnvoll

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsinn-voll (computergeneriert)
WortzerlegungSinn-voll
Wortbildung mit ›sinnvoll‹ als Erstglied: ↗sinnvollerweise
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
mit einem bestimmten gedanklichen Inhalt erfüllt, mit einer erkennbaren Bedeutung
Beispiel:
diese Wörter ergeben einen sinnvollen Satz
2.
durchdacht (und deshalb zweckmäßig, nützlich)
Beispiele:
eine sinnvolle Einrichtung, Konstruktion, Raumaufteilung
sinnvollen Gebrauch von etw. machen
etw. sinnvoll planen
mit einem bewusst gestalteten, gesellschaftlich nützlichen und subjektiv befriedigenden Inhalt erfüllt
Beispiele:
eine sinnvolle Arbeit, Tätigkeit
durch diese Aufgabe ist ihr Leben wieder sinnvoll geworden
die Freizeit sinnvoll gestalten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sinn · sinnig · unsinnig · Unsinn · sinnlich · Sinnlichkeit · sinnlos · übersinnlich · Sinnbild · Sinngedicht · sinnreich · sinnvoll
Sinn m. ‘Fähigkeit, Reize zu empfinden, Denken, Gedanken, Gesinnung, Gemüt, Verstand, geistiger Inhalt’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. afries. sin, nl. zin stellt sich als Verbalsubstantiv zu dem unter ↗sinnen (s. d.) behandelten stark flektierenden Verb und gehört mit den dort sowie den unter ↗Gesinde und ↗senden (s. d.) angeführten Formen zu einer Wurzel ie. *sent- ‘eine Richtung nehmen, gehen’, übertragen ‘empfinden, wahrnehmen’. Die Übertragung der Bedeutung fällt bei Sinn bereits vollständig in vorgerm. Zeit (anders als bei ↗sinnen, s. d.). Häufig in festen Wendungen wie bei Sinnen (‘bei Verstand’) sein, mhd. bī sinne sīn; von Sinnen (‘nicht bei Verstand’) sein, vgl. mhd. von sinnen komen; Sinn (‘Lust, Neigung’) für etw. haben (18. Jh.), im Sinn haben ‘beabsichtigen’ (Anfang 17. Jh.), seine fünf Sinne beisammen haben ‘gesunden Menschenverstand besitzen’ (18. Jh., älter seine fünf Sinne haben, 15. Jh.). sinnig Adj. ‘durchdacht, überlegt’, ahd. sinnīg ‘mit Sinnen, Vernunft begabt, verständig, erkennend, weise’ (um 1000), mhd. sinnec, sinnic ‘verständig, besonnen, klug, sinnreich’. unsinnig Adj. ‘ohne Sinn, töricht, unvernünftig, absurd’, ahd. unsinnīg (um 1000), mhd. unsinnec, -sinnic ‘nicht bei Verstand, verrückt, sinnlos’. Unsinn m. ‘Albernheit, Nonsens’ (18. Jh., nach engl. nonsense), älter ‘Torheit, Raserei, Wahnsinn, Bewußtlosigkeit’ (so bis ins 19. Jh.), mhd. unsin, rückgebildet aus unsinnec. sinnlich Adj. ‘mit den Sinnen wahrnehmbar, körperlich, sexuellen Dingen leicht zugänglich’, vom Plur. Sinne ausgehend (besonders seit dem 18. Jh. geläufig), mhd. sin(ne)lich ‘durch die Sinne geschehend’, im Unterschied zu mhd. geistec ‘verständig, klug’; dazu Sinnlichkeit f. mhd. sinnelīcheit. sinnlos Adj. ‘ohne Sinn und Verstand, zwecklos, ohne Zusammenhang’, ahd. sinnilōs ‘nicht mit Sinnen begabt, wahnsinnig’ (um 1000), mhd. sinnelōs, auch ‘ohnmächtig, bewußtlos’. übersinnlich Adj. ‘mit den Sinnen nicht wahrnehmbar, übernatürlich’ (17. Jh.). Sinnbild n. ‘Symbol’ (17. Jh.), Übersetzung für ↗Emblem (s. d.), zunächst für eine mit den Augen wahrnehmbare Darstellung allegorischen Inhalts, seit dem 18. Jh. für ‘Symbol’. Sinngedicht n. (Mitte 17. Jh.), Übersetzung für ↗Epigramm (s. d.). sinnreich Adj. ‘zweckentsprechend’, mhd. sinnerīche ‘verständig, klug, erfahren, scharfsinnig’. sinnvoll Adj. ‘gehaltvoll’ (18. Jh.), ‘zweckdienlich’.

Thesaurus

Synonymgruppe
rational · ↗sinnig · sinnvoll · ↗vernunftgemäß · ↗vernünftig  ●  ↗gescheit  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alternative Anwendung Arbeitsteilung Beschäftigung Einsatz Ergänzung Freizeitbeschäftigung Freizeitgestaltung Instrument Investition Kombination Lösung Maßnahme Nutzung Tätigkeit Verwendung betriebswirtschaftlich daher durchaus ergänzen erscheinen es notwendig nutzen nützlich sicherlich wenig ökologisch ökonomisch überhaupt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›sinnvoll‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist wirklich sehr bewegend, und es ist auch sinnvoll.
Die Zeit, 11.01.2010, Nr. 02
Das wäre eine sinnvolle Handlung, und es steht dir frei, sie jederzeit auszuführen.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 152
Es scheint von daher sinnvoller, von »nonverbalem Verhalten« zu sprechen.
Wallbott, Harald G.: Nonverbale Kommunikation. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 15538
Abgesehen davon wäre es gewiß auch keine pädagogisch sinnvolle Lösung.
Kursbuch, 1971, Bd. 24
Auch die gesellschaftliche Welt ist dann ein Reich sinnvoller Formen.
Freyer, Hans: Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft, Leipzig u. a.: B.G. Teubner 1930, S. 71
Zitationshilfe
„sinnvoll“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/sinnvoll>, abgerufen am 24.05.2019.

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