Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

sintemal

Grammatik Konjunktion
Aussprache [ˌzɪntəˈmaːl]
Worttrennung sin-te-mal
formal verwandt mitMal2
eWDG

Bedeutung

altertümelnd weil
Beispiel:
sintemal und alldieweil
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sintemal(en) Konj. ‘da, weil, indem’, mhd. sintemāl, sintmāls, hervorgegangen aus mhd. sint dem māle, sint des māles ‘seit der Zeit, seitdem’, zusammengesetzt aus ahd. mhd. māl ‘Zeitpunkt’ (s. Mal1) und mhd. sint, einer nasalierten Nebenform von mhd. sīt (s. seit Präp.). Häufig im Kanzleistil bis ins 18. Jh., danach noch altertümelnd und scherzhaft.

Thesaurus

Synonymgruppe
da · da ja · da nämlich · denn · doch (mit Verb + Subj. davor; literarisch) · ja · nämlich (nachgestellt) · schließlich · umso eher als · umso mehr als · umso weniger als · wenn sogar · wo doch · wo schließlich · wo sogar · zumal · zumal da · zumal ja  ●  sintemal  veraltet, scherzhaft · sintemalen  veraltet, scherzhaft · wo ja  ugs.
Zitationshilfe
„sintemal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/sintemal>.

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