sintemal

GrammatikKonjunktion
Worttrennungsin-te-mal
formal verwandt mitMal2
eWDG, 1976

Bedeutung

altertümelnd weil
Beispiel:
sintemal und alldieweil
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sintemal(en) Konj. ‘da, weil, indem’, mhd. sintemāl, sintmāls, hervorgegangen aus mhd. sint dem māle, sint des māles ‘seit der Zeit, seitdem’, zusammengesetzt aus ahd. mhd. māl ‘Zeitpunkt’ (s. ↗Mal) und mhd. sint, einer nasalierten Nebenform von mhd. sīt (s. ↗seit Präp.). Häufig im Kanzleistil bis ins 18. Jh., danach noch altertümelnd und scherzhaft.

Thesaurus

Synonymgruppe
da · da ja · da nämlich · ↗denn · ↗doch (mit Verb + Subj. davor; literarisch) · ↗ja · ↗nämlich · ↗schließlich · umso eher als · umso mehr als · umso weniger als · wenn sogar · wo doch · wo schließlich · wo sogar · ↗zumal · zumal da · zumal ja  ●  sintemal  veraltet, scherzhaft · ↗sintemalen  veraltet, scherzhaft · ↗dabei (hauptsatzeinleitend)  ugs. · wo ja  ugs.
Assoziationen
  • also · ↗da · da ja · da obendrein · ↗denn · ↗ergo · ↗indem · ↗insofern · ↗mithin · ↗nachdem · ↗nämlich · ↗wo  ●  ↗weil  Hauptform · ↗alldieweil  ugs.
  • (ein) offenes Geheimnis (sein) · ↗bekanntermaßen · bekannterweise · ↗bekanntlich · was (ja) allgemein bekannt ist · was allgemein bekannt sein dürfte · wie (bereits) bekannt · wie du (sicherlich) weißt · wie gesagt · wie jeder weiß · wie man weiß  ●  was wir (hier) als bekannt voraussetzen dürfen  geh.
Zitationshilfe
„sintemal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/sintemal>, abgerufen am 25.08.2019.

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