souverän

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsou-ve-rän (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›souverän‹ als Letztglied: ↗quasisouverän
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Souveränität besitzend
Beispiele:
ein souveräner Staat
das souveräne Volk
2.
uneingeschränkt
Beispiele:
etw. gehört zu den souveränen Rechten eines Staates
das Prinzip der souveränen Gleichheit aller Staaten
[die] Wesensmerkmale souveräner Machtausübung der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten [Neue Justiz1969]
unumschränkt
Beispiele:
ein souveräner Herrscher des Feudalismus
der König herrschte, regierte souverän
die souveräne Gewalt eines Fürsten [endet] an den Grenzen seines Landes [B. FrankTrenck199]
3.
gehoben überlegen, erhaben
Beispiele:
ein souveränes Lächeln
eine souveräne Haltung zeigen
mit einer souveränen Handbewegung wies er alles von sich
etw. souverän beherrschen
er gewann, siegte ganz souverän
S war der Mann auf dem Spielfeld, der in jeder Aktion souverän wirkte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

souverän · Souverän · Souveränität
souverän Adj. ‘staatliche Hoheitsrechte ausübend, uneingeschränkt herrschend, unabhängig, überlegen, darüberstehend’, Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. frz. souverain, eigentlich (afrz. mfrz.) ‘oberst, höchst, vortrefflich’, aus vlat. *superanus ‘oben befindlich’ (spät bezeugtes mlat. superanus dürfte aus afrz. soverain latinisiert sein), zu lat. super ‘oben, darüber’ (s. ↗super-). Die bereits im Afrz. übliche Verwendung des Adjektivs in den Bereichen der sozialen Rangordnung führt zu substantivischem Gebrauch im Sinne von ‘Vorgesetzter, Landesherr, (höchster, unumschränkter) Herrscher’, entsprechend im Dt. Souverän m. (17. Jh.). Souveränität f. ‘unumschränkte Herrschaft, höchste staatliche Herrschaftsgewalt, (staatliche) Überlegenheit’ (17. Jh.), frz. souveraineté (afrz. soveraineté ‘Höhe, Gipfel, Oberherrschaft’).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sehr) von sich überzeugt · ↗forsch · mit breiter Brust · ↗selbstbewusst · ↗selbstsicher · souverän
Assoziationen
Militär, Politik
Synonymgruppe
allmächtig · ↗selbstständig · souverän · ↗uneingeschränkt · ↗unumschränkt  ●  ↗absolut  geh. · ↗autokratisch  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
gelassen · ↗sicher · souverän · ↗überlegen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auftreten Beherrschung Gelassenheit Gleichheit Kraftentfaltung Manier Nation Nationalstaat Recht Rechte Sieg Sieger Spitzenreiter Staat Start-Ziel-Sieg Tabellenführer Umgang agieren agierend anführen beherrschen gelassen gleichberechtigt hinwegsetzen ignorieren meistern selbstbewußt siegen umgehen unabhängig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›souverän‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer sich aber vor seinen Untertanen legitimiert, hat seine souveräne Macht schon halb verloren.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 245
Und souverän ist, wer auch die Kraft hat, nein zu sagen.
Die Welt, 14.03.2002
Sie macht uns, zum ersten Mal vielleicht, zu souveränen Lesern.
Der Tagesspiegel, 03.08.2001
Die Moral des Denkens besteht darin, weder stur noch souverän, weder blind noch leer, weder atomistisch noch konsequent zu verfahren.
Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 84
Nur wurde die souveräne Stellung des Volkes stärker betont als bisher.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 34115
Zitationshilfe
„souverän“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/souverän>, abgerufen am 26.04.2019.

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