spachteln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungspach-teln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›spachteln‹ als Erstglied: ↗Spachtler  ·  mit ›spachteln‹ als Letztglied: ↗aufspachteln · ↗einspachteln  ·  mit ›spachteln‹ als Grundform: ↗verspachteln
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
etw., besonders Farbe, Kitt mit dem Spachtel verstreichen
Beispiele:
der Maler spachtelt
den Kitt in die Fugen spachteln
etw. mit dem Spachtel zustreichen, glätten
Beispiele:
er hat die Mauerritzen gespachtelt
eine raue Fläche spachteln
2.
salopp
Beispiel:
ich habe soeben ganz schön gespachtelt (= tüchtig gegessen, meinen Magen gefüllt)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spachtel · spachteln
Spachtel f. m. ‘flaches, schaufelartiges Werkzeug der Maler zum Abkratzen oder Auftragen’ (16. Jh.), entstanden aus frühnhd. Spat(e)l, Spatil (s. ↗Spatel) durch Einfügen eines ch-Lautes zwischen Stammsilbenvokal und t (wie bei ↗Schachtel, s. d.) in bair. Mundarten. spachteln Vb. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) einverleiben · (sich) gütlich tun (an) · (sich) zu Gemüte führen · Nahrung aufnehmen · ↗essen · ↗speisen · ↗verkosten · ↗verschmausen · ↗verspeisen · zu Munde führen  ●  Essen fassen  ugs. · ↗einnehmen (Mahlzeit)  geh. · ↗fressen  derb · ↗futtern  ugs. · in sich hineinschaufeln  ugs. · ↗mampfen  ugs. · spachteln  ugs. · ↗verdrücken  ugs. · ↗vernaschen  ugs. · ↗verputzen  ugs. · ↗verspachteln  ugs. · ↗weghauen  ugs. · ↗wegputzen  ugs. · wegspachteln  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Farbe Leinwand Riß Wand kratzen malen schleifen zu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›spachteln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als frisch angerührte Paste lässt es sich leicht in jedes Loch spachteln.
Süddeutsche Zeitung, 30.10.1999
Körner verwendet pastose Lagen in Öl, die er aufträgt, spachtelt, ritzt und kratzt.
Der Tagesspiegel, 16.03.2004
Außerdem kann mit dem Spachtel in die noch weiche Farbmasse eingekratzt, geritzt, »gespachtelt« werden.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 5863
So wurde im vergangenen Jahr für mehr als 92 Milliarden Mark gespachtelt, renoviert, ausgetauscht.
Die Zeit, 05.03.1993, Nr. 10
Denn Henne muss weder Karosserieteile abbauen noch spachteln und schleifen - nicht mal neu lackieren.
Bild, 28.02.2000
Zitationshilfe
„spachteln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/spachteln>, abgerufen am 16.10.2019.

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