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spachteln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung spach-teln
Wortbildung  mit ›spachteln‹ als Erstglied: Spachtelmasse · Spachtler  ·  mit ›spachteln‹ als Letztglied: aufspachteln · einspachteln · zuspachteln
 ·  mit ›spachteln‹ als Grundform: verspachteln
eWDG

Bedeutungen

1.
etw., besonders Farbe, Kitt mit dem Spachtel verstreichen
Beispiele:
der Maler spachtelt
den Kitt in die Fugen spachteln
etw. mit dem Spachtel zustreichen, glätten
Beispiele:
er hat die Mauerritzen gespachtelt
eine raue Fläche spachteln
2.
salopp
Beispiel:
ich habe soeben ganz schön gespachtelt (= tüchtig gegessen, meinen Magen gefüllt)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spachtel · spachteln
Spachtel f. m. ‘flaches, schaufelartiges Werkzeug der Maler zum Abkratzen oder Auftragen’ (16. Jh.), entstanden aus frühnhd. Spat(e)l, Spatil (s. Spatel) durch Einfügen eines ch-Lautes zwischen Stammsilbenvokal und t (wie bei Schachtel, s. d.) in bair. Mundarten. – spachteln Vb. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) einverleiben · (sich) gütlich tun (an) · (sich) zu Gemüte führen · Nahrung aufnehmen · essen · speisen · verkosten · verschmausen · verspeisen · zu Munde führen  ●  (etwas) zwischen die Kiemen bekommen  ugs. · Essen fassen  ugs. · einnehmen (Mahlzeit)  geh. · fressen  derb · futtern  ugs. · in sich hineinschaufeln  ugs. · mampfen  ugs. · spachteln  ugs. · verdrücken  ugs. · vernaschen  ugs. · verputzen  ugs. · verspachteln  ugs. · weghauen  ugs. · wegputzen  ugs. · wegspachteln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›spachteln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als frisch angerührte Paste lässt es sich leicht in jedes Loch spachteln. [Süddeutsche Zeitung, 30.10.1999]
Wir gehen dann aber bald in diesen Laden und dann noch lecker spachteln. [Süddeutsche Zeitung, 14.05.1997]
Körner verwendet pastose Lagen in Öl, die er aufträgt, spachtelt, ritzt und kratzt. [Der Tagesspiegel, 16.03.2004]
Vier Jahre lang wusch Lothar Quinte Decken ab, spachtelte, pinselte. [Süddeutsche Zeitung, 02.08.2000]
Für die nach 1940 entstandenen Werke greift er wieder tief in seine Materialien‑Wundertüte, er schnipselt, klebt und spachtelt hemmungslos. [Süddeutsche Zeitung, 29.05.2000]
Zitationshilfe
„spachteln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/spachteln>.

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