speichern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungspei-chern
Wortbildung mit ›speichern‹ als Erstglied: ↗Speicherbecken · ↗Speicherbereich · ↗Speicherbild · ↗Speicherblatt · ↗Speicherchip · ↗Speicherelement · ↗Speicherfrist · ↗Speichergestein · ↗Speichergewebe · ↗Speicherkammer · ↗Speicherkapazität · ↗Speicherkarte · ↗Speicherkraftwerk · ↗Speicherleck · ↗Speichermedium · ↗Speicherorgan · ↗Speicherort · ↗Speicherplatz · ↗Speicherraum · ↗Speicherring · ↗Speichersee · ↗Speicherung · ↗Speicherwerk · ↗Speicherwurzel · ↗Speicherzelle · ↗speicherbar
 ·  mit ›speichern‹ als Letztglied: ↗abspeichern · ↗aufspeichern · ↗einspeichern · ↗umspeichern · ↗zwischenspeichern
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
etw. zur Aufbewahrung, Lagerung in einen Speicher bringen, etw. (in einem Speicher) sammeln, lagern
Beispiele:
Vorräte für den Winter speichern
in den Silos wird Getreide, Gärfutter gespeichert
in den Stauseen speichert man Trinkwasser für die Großstädte
gespeicherte Energie
In der Leber werden die aus der Nahrung aufgenommenen Stoffe gespeichert, umgewandelt [Gesundheit1966]
Die Fähigkeit des Gehirns, Erfahrungen zu speichern ... ermöglicht die Widerspiegelung der uns umgebenden Welt in unserem Bewußtsein [Gesundheit1967]
2.
Technik Informationen im Speicher einer Datenverarbeitungsanlage aufbewahren
Beispiele:
Daten, Informationen (auf einem Datenträger) speichern
dieser Rechner kann Trillionen Zahlenwerte speichern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Speicher · speichern
Speicher m. ‘Vorratsraum, -haus’, landschaftlich ‘Dachboden’, ahd. spīhhāri (9. Jh.), mhd. spīcher, asächs. spīkari, mnd. mnl. spīker, nl. (landschaftlich) spijker ist entlehnt aus spätlat. spīcārium n. ‘Vorratshaus’, das wohl in germanischer Umgebung (zuerst belegt um 500 in den ältesten Teilen der Lex Salica) zu lat. spīca ‘Ähre’ gebildet wird. Als Muster können andere Bezeichnungen für Vorratsräume wie lat. cellārium (s. ↗Keller), grānārium ‘Kornspeicher’ (zu lat. grānum ‘Korn’) gedient haben. Speicher ist ursprünglich der ‘Aufbewahrungsort für Getreide’. speichern Vb. ‘(in einem Speicher) aufbewahren’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
akkumulieren · ↗anhäufen · ↗ansammeln · ↗inkorporieren · speichern · ↗zusammentragen
Computer
Synonymgruppe
(auf der Festplatte) sichern · ↗abspeichern · speichern · ↗zwischenspeichern  ●  persistent machen  fachspr.
Synonymgruppe
(Daten/Gedanken) fassen · ↗einprägen · ↗merken · speichern  ●  ↗memorieren  geh.
Synonymgruppe
aufzeichnen · ↗festhalten · speichern
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(Daten) erheben · ↗anhäufen · ↗ansammeln · ↗aufbewahren · ↗einsammeln · ↗erfassen · ↗sammeln · speichern · ↗stapeln · ↗zusammenbringen · ↗zusammentragen
Unterbegriffe
Synonymgruppe
ablegen · ↗bereithalten · speichern
Unterbegriffe
Synonymgruppe
buchen · ↗eintragen · ↗erfassen · ↗festhalten · speichern · ↗verbuchen
Assoziationen
Synonymgruppe
auf Lager legen · auf Lager nehmen · ↗einspeichern · speichern  ●  ↗einlagern  Hauptform
Unterbegriffe
  • im Magazin unterbringen · ins Magazin aufnehmen · ↗magazinieren
  • einkellern · im Keller einlagern
  • einmieten · in einer Miete einlagern
  • im Silo einlagern · in einem Silo einlagern · ↗silieren
Assoziationen
  • (etwas) in großer Menge ansammeln · (sich) Vorräte anlegen · (sich) eindecken (mit) · ↗aufbewahren · ↗horten  ●  ↗bunkern  ugs. · ↗hamstern  ugs.
  • auf Lager legen · ↗bevorraten  ●  auf Halde legen  fig. · nicht sofort benutzen  variabel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adresse Chip Chipkarte Computer Datei Daten Datenbank Datenmenge Datensatz Datum Diskette Energie Festplatte Fingerabdruck Gedächtnis Gehirn Gigabyte Information Kohlenstoff Magnetband Paßwort Rechner Server Verbindungnsdaten Wärme abrufen abspeichern auswerten verarbeiten zwischenspeichern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›speichern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie könnten künftig doppelt so viel Musik speichern wie bisher.
Die Welt, 17.01.2001
Daten unbescholtener Bürger darf niemand speichern, nur Daten von Tätern.
Der Tagesspiegel, 16.04.1998
Offensichtlich können also auch Dinge, die man im Moment nicht reproduzieren kann, noch »irgendwo« gespeichert sein.
Foppa, Klaus: Lernen, Gedächtnis, Verhalten, Köln u. a.: Kiepenheuer & Witsch 1965, S. 241
Wir speichern nicht ein Geschehen, sondern unser Bewußtsein, unser Denken über ein Ereignis.
Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 190
Seit zwölf Jahren habe ich nichts mehr publiziert, nichts mehr zu Ende führen können, nur immer gespeichert und gespeichert.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 125
Zitationshilfe
„speichern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/speichern>, abgerufen am 12.12.2019.

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