Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

spenden

Grammatik Verb · spendet, spendete, hat gespendet
Worttrennung spen-den
Wortbildung  mit ›spenden‹ als Erstglied: Spender  ·  mit ›spenden‹ als Letztglied: ausspenden · verspenden  ·  mit ›spenden‹ als Binnenglied: Beifall spendend · Freuden spendend · Kraft spendend · Leben spendend · Schatten spendend · Segen spendend · Trost spendend · beifallspendend · freudenspendend · kraftspendend · lebenspendend · lebensspendend · schattenspendend · segenspendend · trostspendend
 ·  mit ›spenden‹ als Grundform: Spende
eWDG

Bedeutung

etw. als Spende geben, schenken
Beispiele:
Geld (für etw.) spenden
für eine Sammlung, für das Rote Kreuz spenden
die Bevölkerung spendete reichlich für die vom Erdbeben Betroffenen
Blut spenden (= sich Blut zur Konservierung für Bluttransfusionen entnehmen lassen)
gehoben, übertragen
Beispiele:
die Sonne, der Ofen spendet Wärme (= strahlt Wärme aus)
die Lampe spendet Licht
die Bäume spenden Schatten
die Quelle, der Brunnen spendet reichlich Wasser
jmdm. Trost spenden (= jmdn. trösten)
jmdm. Beifall, Applaus spenden
die Zuhörer spendeten (dem Künstler, Redner) begeistert Beifall
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

spenden · Spende · Spender · spendieren · spendabel
spenden Vb. ‘gemeinnützig, für einen bestimmten Zweck schenken, geben’, ahd. spentōn (9. Jh.; firspentōn, um 800), mhd. spenden ‘als Geschenk austeilen, Almosen geben’, mnd. mnl. spenden, spinden ‘Almosen austeilen’, aengl. spendan, engl. to spend ‘ausgeben, aufwenden’, vgl. auch asächs. spendunga ‘Aufwand’, sind entlehnt aus mlat. spendere ‘ausgeben, verausgaben’, nach lat. expendere ‘gegeneinander aufwägen, abwägen, erwägen, auszahlen, ausgeben, bezahlen’ (s. Speise); vgl. lat. pendere ‘(ab)wägen, (be)zahlen’. – Spende f. ‘Gabe, Geschenk’, ahd. spenta (um 800), mhd. spende ‘Austeilung von Almosen, Geschenk, Gabe, Almosen (im Sinne der Kirche)’, mnd. spende ‘Darreichung, Austeilung von Almosen, Spende (im Sinne der Kirche), Almosen, liebevolle Gabe’ sind entweder Bildungen zu spenden (s. oben) oder Entlehnungen aus mlat. spenda, spenta ‘Almosengabe der Klöster an die Armen, Ausgabe, Gabe’ (zu mlat. spendere, s. oben). Spender m. ‘wer spendet’, ahd. spentāri, spenteri (9. Jh.), mhd. spendære. spendieren Vb. ‘großzügig (und reichlich) ausgeben, freihalten’ (17. Jh.), wohl studentische Weiterbildung zu spenden mit dem Verbalsuffix -ieren; vgl. mnd. spendēren, nl. spenderen. spendabel Adj. ‘freigebig, großzügig, andere freihaltend’ (18. Jh.), mit französierender Endung.

Thesaurus

Synonymgruppe
ausstatten · dotieren · spenden · stiften · zuwenden

Typische Verbindungen zu ›spenden‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›spenden‹.

Verwendungsbeispiele für ›spenden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er selbst freue sich, jeden Monat wieder spenden zu dürfen. [Die Zeit, 22.04.1999, Nr. 17]
Humanitäre Hilfe ist bei uns doch gut angesehen: schließlich spenden die Bürger sechsmal soviel wie ihre französischen Nachbarn. [Die Zeit, 04.06.1998, Nr. 24]
Sie hatte sich zunächst schwergetan mit der Entscheidung ihres Mannes, Alis Organe zu spenden. [Die Zeit, 28.11.1997, Nr. 49]
Seit Monaten sinkt die Bereitschaft der Deutschen, ihre Organe zu spenden. [Die Zeit, 12.11.2013, Nr. 46]
Monat für Monat spendet sie 10 Mark und mehr für die internationale Solidarität. [Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 915]
Zitationshilfe
„spenden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/spenden>.

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