spontan

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung spon-tan
Wortbildung  mit ›spontan‹ als Erstglied: Spontanheilung  ·  mit ›spontan‹ als Letztglied: unspontan  ·  formal verwandt mit: Spontaneität · Spontanität
Herkunft zu spontāneusspätlat ‘freiwillig, frei’ < spōnslat ‘freier Wille, Antrieb’
eWDG

Bedeutung

plötzlich, aus innerem Antrieb, ohne langes Überlegen (erfolgend)
Beispiele:
ein spontaner Entschluss, ein spontanes Vorgehen
eine spontane Geste
spontan antworten, reagieren
spontan ausbrechender Beifall
er hat sich spontan dazu bereit erklärt
aus augenblicklichen Beweggründen heraus erfolgend, nicht bewusst auf die Erreichung langfristiger Ziele hin angelegt und organisiert
Beispiele:
eine spontane Aktion
es kam zu spontanen (= nicht von einer zentralen Gewerkschaftsleitung organisierten) Streiks
wird unter der Führung der Partei das spontane Handeln der Massen in bewußtes umgewandelt, ist der Mensch den gesellschaftlichen Mächten und Gesetzen nicht mehr ... blind unterworfen [ Einheit1960]
ohne die Kenntnis und bewusste Ausnutzung gesellschaftlicher Entwicklungsgesetze durch die Beteiligten vor sich gehend
Beispiel:
das spontane Wirken der ökonomischen Gesetze im Kapitalismus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spontaneität · spontan
Spontaneität f. ‘Freiwilligkeit, Selbsttätigkeit’, allgemein ‘Unmittelbarkeit, Plötzlichkeit’, auch ‘Natürlichkeit, Direktheit’, entlehnt (2. Hälfte 18. Jh.) aus gleichbed. frz. spontanéité (Leibniz 1695) und relatinisiert in Analogie zu Bildungen wie Aktivität, Realität u. dgl. Dazu wenig später (Ende 18. Jh.) spontan Adj. ‘freiwillig, eigenem Antrieb folgend, impulsiv, unmittelbar, plötzlich’, gelehrte Entlehnung, wohl unter dem Einfluß von frz. spontané (Ende 17. Jh.), aus spätlat. spontāneus ‘freiwillig, frei’; zu lat. spōns (Genitiv spontis) ‘freier Wille, Antrieb’.

Thesaurus

Synonymgruppe
aus der Situation heraus · intuitiv · ohne nachzudenken · reflexartig · reflexhaft · spontan · ungeplant · unüberlegt  ●  im Affekt  juristisch · ad hoc  geh., lat. · aus dem hohlen Bauch heraus  ugs., fig. · wie aus der Pistole geschossen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(schon) auf den ersten Hieb · auf den ersten Streich · auf einen Schlag · aus dem Stand · gleich beim ersten Mal  ●  auf Anhieb  Hauptform · ad hoc  geh., lat. · sofort  ugs. · spontan  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›spontan‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›spontan‹.

Verwendungsbeispiele für ›spontan‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man kennt ihn aus vielen Filmen, aber spontan fällt einem der Name nicht ein.
Die Welt, 18.06.2003
Ich war wahnsinnig aufgeregt, und es fiel mir spontan keine Frage ein.
Der Tagesspiegel, 20.07.2001
Würde es so beginnen, spontan, aus der Masse des Volkes heraus?
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 421
Darauf faßten wir spontan beide voneinander unabhängig einen neuen Plan.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1938. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1938], S. 97
Die Sprache war bis auf wenige spontan hervorgebrachte gestammelte Wörter verschwunden.
Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 1912, Nr. 16, Bd. 64
Zitationshilfe
„spontan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/spontan>, abgerufen am 25.01.2022.

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