sprachlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsprach-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›sprachlich‹ als Erstglied: ↗Sprachlichkeit  ·  mit ›sprachlich‹ als Letztglied: ↗alltagssprachlich · ↗altsprachlich · ↗außersprachlich · ↗einzelsprachlich · ↗innersprachlich · ↗jugendsprachlich · ↗schriftsprachlich · ↗umgangssprachlich · ↗volkssprachlich · ↗vorsprachlich
eWDG, 1976

Bedeutung

die Sprache, eine Sprache betreffend
Beispiele:
die sprachliche Verwandtschaft des Russischen und Tschechischen
sprachliches Können, sprachliche Meisterschaft
das inhaltlich interessante Buch ist leider sprachlich schwach
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sprache · sprachlich · -sprachig · Sprachforscher · Sprachlehre · sprachlos · Sprachwissenschaft
Sprache f. ‘Anlage, Fähigkeit zu sprechen, auf menschlichen Lauten aufbauendes System von Zeichen, die der Mensch mit Hilfe seiner Sprechorgane hervorbringt, Verständigungsmittel, Mittel des Ausdrucks von Gedanken und Bewußtseinsinhalten’, ahd. sprāhha (8. Jh.), mhd. sprāche, asächs. sprāka, mnd. mnl. sprāke, nl. spraak (germ. *sprēkō), aengl. sprǣc (germ. *sprēki-), ablautende Abstrakta zu dem unter ↗sprechen (s. d.) behandelten Verb. Sie bezeichnen zunächst den ‘Vorgang des Sprechens’ und die ‘Fähigkeit zu sprechen’. Neben den genannten Formen stehen (wie bei sprechen) solche ohne -r-, vgl. aengl. spēc, (westsächs.) spǣc, engl. speech, mhd. spaht. sprachlich Adj. ‘die Sprache betreffend’ (19. Jh.); vgl. bereits (ohne unmittelbare Nachfolge) ahd. sprāhlīh ‘erwägend, beratend’ (um 1000). -sprachig Adj. ‘eine bestimmte Zahl von Sprachen sprechend, in einer bestimmten Sprache abgefaßt’, nur als Grundwort in adjektivischen Komposita, vgl. zweisprachig, deutschsprachig (19. Jh.). Sprachforscher m. ‘wer die Sprache wissenschaftlich untersucht’ (18. Jh.). Sprachlehre f. ‘Morphologie und Syntax, Grammatik’ (Anfang 17. Jh.), dafür älter Sprachkunst (16. Jh.), Übersetzung von lat. ars grammatica. sprachlos Adj. ‘(vor Erstaunen, Entsetzen) unfähig zu sprechen, stumm’, ahd. sprāhnalōs (11. Jh.), mhd. sprāchlōs ‘stumm’. Sprachwissenschaft f. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
mit Mitteln der Sprache · sprachlich
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
durch Worte mitgeteilt · ↗mündlich · sprachlich · ↗wörtlich  ●  ↗verbal  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdruck Ausdrucksfähigkeit Barriere Brillanz Eigenheit Eleganz Entgleisung Feinheit Finesse Fähigkeit Gewandtheit Kommunikation Mißverständnis Nuance Präzision Schnitzer Sensibilität Unbeholfenheit Verständigung Vielfalt Virtuosität ethnisch gedanklich gestisch inhaltlich kulturell motorisch rein religiös vermittelt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›sprachlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich denke einfach zu schnell, ich komme da sprachlich kaum hinterher.
Die Welt, 06.11.1999
Die Stärke ihrer Arbeit liegt in der - auch sprachlich gelungenen - Dokumentation der bisher fraglichen Ereignisse in den päpstlichen Gemächern.
Der Tagesspiegel, 29.03.1997
Es wird bis zu diesem Zeitpunkt niemals erwähnt, und es gibt auch keinen sprachlichen Ausdruck dafür.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 77
Wir finden bei ihm die ganze Fülle antiker dichterischer Formen, und auch sprachlich schöpft er aus den verschiedensten Traditionen.
Mohrmann, Chr.: Altchristliche Dichtung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 2298
Und er hätte schon nach dem sprachlichen Ausdruck des Problems fragen können.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 31553
Zitationshilfe
„sprachlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/sprachlich>, abgerufen am 16.02.2019.

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