Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

stärken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung stär-ken
Wortbildung  mit ›stärken‹ als Letztglied: bestärken  ·  mit ›stärken‹ als Binnenglied: Nerven stärkend · herzstärkend · magenstärkend · nervenstärkend
 ·  mit ›stärken‹ als Grundform: verstärken
eWDG

Bedeutung

jmdn., etw. stark machen
a)
jmds. körperliche Kraft, Leistungsfähigkeit erhöhen, steigern
Beispiele:
sportliche Betätigung stärkt den Körper
der Wein hat sie wieder gestärkt (= hat ihr Befinden verbessert)
ein stärkendes Medikament
gestärkt durch einen erfrischenden Schlaf, brachen sie morgens zu ihrer Bergtour auf
sich, jmdn. stärkensich, jmdn. (nach oder vor einer Anstrengung) durch Essen, Trinken erquicken, kräftigen
Beispiele:
sich nach einer Wanderung, in einer Gaststätte stärken
sich, jmdn. mit einem Imbiss stärken
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichjmdm. den Rücken stärken (= jmdm. Mut machen)
b)
jmdn. stärkenjmdm. innere, seelische Kraft verleihen
Beispiele:
seine Worte haben sie gestärkt und ermutigt
jmdn. in seiner Entschlossenheit, Zuversicht stärken
jmdm. den Willen, Mut stärken
jmds. Hoffnung, Vertrauen stärken (= Festigkeit, Kraft verleihen)
c)
festigen
Beispiel:
den Staat, einen Minister stärken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stark · Stärke1 · stärken · Stärke2 · bestärken · verstärken
stark Adj. ‘voller Kraft, kräftig, groß, dick’, ahd. (8. Jh.), mhd. starc ‘gewaltig, kräftig, schwer zu ertragen, schlimm’, asächs. mnd. stark, mnl. starc, staerc, sterc, nl. sterk, afries. sterk, aengl. stearc, mengl. stark ‘steif, starr’, anord. sterkr, starkr, schwed. stark (germ. *starka-; oder *starku-?). Nahe stehen (ablautend) ahd. gistorkanēn ‘erstarren’ (9. Jh.), anord. -storkinn in blōðstorkinn ‘von Blut steif’, storkna ‘steif werden, vertrocknen’, got. gastaúrknan ‘verdorren’, die auf ein untergegangenes starkes Verb germ. *sterkan ‘steif werden’ schließen lassen. Verwandt sind ferner die unter Storch und stracks (s. d.) genannten Formen, die auf eine Gutturalerweiterung der unter starren (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ führen. Vom Adjektiv sind abgeleitet das Abstraktum Stärke1 f. ‘Kraft, Gewalt, Dicke’, ahd. sterkī(n) (9. Jh.), mhd. sterke, und das schwache Verb stärken Vb. ‘stark machen, neue Kraft verleihen, unterstützen’, ahd. sterken (8. Jh.), mhd. sterken. Seit mhd. Zeit auch ‘Wäsche steifen’, mhd. sterken, wozu die Rückbildung Stärke2 f. ‘zum Steifen verwendete Substanz’ (Weizen-, Reis-, Kartoffelmehl, früher auch Wachs), mhd. sterke. bestärken Vb. ‘(in einer Meinung) bekräftigen, unterstützen’, mhd. besterken. verstärken Vb. ‘stärker machen’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›stärken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stärken‹.

Verwendungsbeispiele für ›stärken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um so wichtiger sei es, die europäische Gemeinschaft zu stärken. [Schwarz, Hans-Peter: Anmerkungen zu Adenauer, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2005 [2004], S. 98]
Er schmeckte den Wein nicht, aber er fühlte sich gestärkt. [Koeppen, Wolfgang: Der Tod in Rom. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1954], S. 410]
So stärkten sie das unentbehrliche Zutrauen der Bürger zum Parlament. [Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 132]
Dennoch gelang es, die Stellung des S. allmählich zu stärken. [o. A.: Enzyklopädie des Nationalsozialismus – S. In: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 28809]
Und schließlich sind sie unsere strategischen Partner; ihre Stabilität stärkt unsere Sicherheit. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1998]]
Zitationshilfe
„stärken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/st%C3%A4rken#1>.

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stärken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung stär-ken (computergeneriert)
eWDG

Bedeutung

etw. mit Wäschestärke steif machen
Beispiele:
Wäsche, Kragen, Manschetten, Gardinen stärken
ein gestärktes Hemd
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stark · Stärke1 · stärken · Stärke2 · bestärken · verstärken
stark Adj. ‘voller Kraft, kräftig, groß, dick’, ahd. (8. Jh.), mhd. starc ‘gewaltig, kräftig, schwer zu ertragen, schlimm’, asächs. mnd. stark, mnl. starc, staerc, sterc, nl. sterk, afries. sterk, aengl. stearc, mengl. stark ‘steif, starr’, anord. sterkr, starkr, schwed. stark (germ. *starka-; oder *starku-?). Nahe stehen (ablautend) ahd. gistorkanēn ‘erstarren’ (9. Jh.), anord. -storkinn in blōðstorkinn ‘von Blut steif’, storkna ‘steif werden, vertrocknen’, got. gastaúrknan ‘verdorren’, die auf ein untergegangenes starkes Verb germ. *sterkan ‘steif werden’ schließen lassen. Verwandt sind ferner die unter Storch und stracks (s. d.) genannten Formen, die auf eine Gutturalerweiterung der unter starren (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ führen. Vom Adjektiv sind abgeleitet das Abstraktum Stärke1 f. ‘Kraft, Gewalt, Dicke’, ahd. sterkī(n) (9. Jh.), mhd. sterke, und das schwache Verb stärken Vb. ‘stark machen, neue Kraft verleihen, unterstützen’, ahd. sterken (8. Jh.), mhd. sterken. Seit mhd. Zeit auch ‘Wäsche steifen’, mhd. sterken, wozu die Rückbildung Stärke2 f. ‘zum Steifen verwendete Substanz’ (Weizen-, Reis-, Kartoffelmehl, früher auch Wachs), mhd. sterke. bestärken Vb. ‘(in einer Meinung) bekräftigen, unterstützen’, mhd. besterken. verstärken Vb. ‘stärker machen’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›stärken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stärken‹.

Verwendungsbeispiele für ›stärken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um so wichtiger sei es, die europäische Gemeinschaft zu stärken. [Schwarz, Hans-Peter: Anmerkungen zu Adenauer, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2005 [2004], S. 98]
Er schmeckte den Wein nicht, aber er fühlte sich gestärkt. [Koeppen, Wolfgang: Der Tod in Rom. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1954], S. 410]
So stärkten sie das unentbehrliche Zutrauen der Bürger zum Parlament. [Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 132]
Dennoch gelang es, die Stellung des S. allmählich zu stärken. [o. A.: Enzyklopädie des Nationalsozialismus – S. In: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 28809]
Und schließlich sind sie unsere strategischen Partner; ihre Stabilität stärkt unsere Sicherheit. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1998]]
Zitationshilfe
„stärken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/st%C3%A4rken#2>.

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