stärken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung stär-ken
Wortbildung  mit ›stärken‹ als Letztglied: ↗bestärken  ·  mit ›stärken‹ als Grundform: ↗verstärken  ·  formal verwandt mit: ↗Nerven stärkend · ↗herzstärkend · ↗magenstärkend · ↗nervenstärkend
eWDG, 1976

Bedeutung

jmdn., etw. stark machen
a)
jmds. körperliche Kraft, Leistungsfähigkeit erhöhen, steigern
Beispiele:
sportliche Betätigung stärkt den Körper
der Wein hat sie wieder gestärkt (= hat ihr Befinden verbessert)
ein stärkendes Medikament
gestärkt durch einen erfrischenden Schlaf, brachen sie morgens zu ihrer Bergtour auf
sich, jmdn. stärkensich, jmdn. (nach oder vor einer Anstrengung) durch Essen, Trinken erquicken, kräftigen
Beispiele:
sich nach einer Wanderung, in einer Gaststätte stärken
sich, jmdn. mit einem Imbiss stärken
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichjmdm. den Rücken stärken (= jmdm. Mut machen)
b)
jmdn. stärkenjmdm. innere, seelische Kraft verleihen
Beispiele:
seine Worte haben sie gestärkt und ermutigt
jmdn. in seiner Entschlossenheit, Zuversicht stärken
jmdm. den Willen, Mut stärken
jmds. Hoffnung, Vertrauen stärken (= Festigkeit, Kraft verleihen)
c)
festigen
Beispiel:
den Staat, einen Minister stärken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stark · Stärke1 · stärken · Stärke2 · bestärken · verstärken
stark Adj. ‘voller Kraft, kräftig, groß, dick’, ahd. (8. Jh.), mhd. starc ‘gewaltig, kräftig, schwer zu ertragen, schlimm’, asächs. mnd. stark, mnl. starc, staerc, sterc, nl. sterk, afries. sterk, aengl. stearc, mengl. stark ‘steif, starr’, anord. sterkr, starkr, schwed. stark (germ. *starka-; oder *starku-?). Nahe stehen (ablautend) ahd. gistorkanēn ‘erstarren’ (9. Jh.), anord. -storkinn in blōðstorkinn ‘von Blut steif’, storkna ‘steif werden, vertrocknen’, got. gastaúrknan ‘verdorren’, die auf ein untergegangenes starkes Verb germ. *sterkan ‘steif werden’ schließen lassen. Verwandt sind ferner die unter ↗Storch und ↗stracks (s. d.) genannten Formen, die auf eine Gutturalerweiterung der unter ↗starren (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ führen. Vom Adjektiv sind abgeleitet das Abstraktum Stärke1 f. ‘Kraft, Gewalt, Dicke’, ahd. sterkī(n) (9. Jh.), mhd. sterke, und das schwache Verb stärken Vb. ‘stark machen, neue Kraft verleihen, unterstützen’, ahd. sterken (8. Jh.), mhd. sterken. Seit mhd. Zeit auch ‘Wäsche steifen’, mhd. sterken, wozu die Rückbildung Stärke2 f. ‘zum Steifen verwendete Substanz’ (Weizen-, Reis-, Kartoffelmehl, früher auch Wachs), mhd. sterke. bestärken Vb. ‘(in einer Meinung) bekräftigen, unterstützen’, mhd. besterken. verstärken Vb. ‘stärker machen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ankurbeln · ↗intensivieren · stärken · ↗stützen · ↗untermauern · ↗verstärken · ↗vertiefen
Synonymgruppe
(jemandem) Mut machen · (jemanden) animieren (zu) · (jemanden) aufrufen (zu) · (jemanden) bestärken (in) · (jemanden) bringen (zu) · (jemanden) stimulieren (zu) · ↗anregen · ↗anspornen · ↗ermuntern · ↗ermutigen · stärken
Assoziationen
Synonymgruppe
bestärken · stärken · ↗verstärken
Synonymgruppe
begründen · ↗erhärten · ↗fundieren · stärken · ↗untermauern

Typische Verbindungen zu ›stärken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stärken‹.

Verwendungsbeispiele für ›stärken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur wo kann diese bewältigt werden, über welche Spiele lässt sich Image polieren, welche Siege stärken wirklich den Ruf?
Süddeutsche Zeitung, 27.07.2004
Und schließlich werde das Papier die Position des AStA weiter stärken.
Der Tagesspiegel, 16.01.2004
Um so wichtiger sei es, die europäische Gemeinschaft zu stärken.
Schwarz, Hans-Peter: Anmerkungen zu Adenauer, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2005 [2004], S. 98
Die ausgetauschten Reden betonen den Willen der Länder, den internationalen Frieden zu stärken.
o. A.: 1926. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 28725
Die Erfahrungen des Jahres 701 trugen wesentlich dazu bei, diesen Glauben zu stärken.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 9460
Zitationshilfe
„stärken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/st%C3%A4rken#1>, abgerufen am 21.09.2020.

Weitere Informationen …

stärken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung stär-ken (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

etw. mit Wäschestärke steif machen
Beispiele:
Wäsche, Kragen, Manschetten, Gardinen stärken
ein gestärktes Hemd
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stark · Stärke1 · stärken · Stärke2 · bestärken · verstärken
stark Adj. ‘voller Kraft, kräftig, groß, dick’, ahd. (8. Jh.), mhd. starc ‘gewaltig, kräftig, schwer zu ertragen, schlimm’, asächs. mnd. stark, mnl. starc, staerc, sterc, nl. sterk, afries. sterk, aengl. stearc, mengl. stark ‘steif, starr’, anord. sterkr, starkr, schwed. stark (germ. *starka-; oder *starku-?). Nahe stehen (ablautend) ahd. gistorkanēn ‘erstarren’ (9. Jh.), anord. -storkinn in blōðstorkinn ‘von Blut steif’, storkna ‘steif werden, vertrocknen’, got. gastaúrknan ‘verdorren’, die auf ein untergegangenes starkes Verb germ. *sterkan ‘steif werden’ schließen lassen. Verwandt sind ferner die unter ↗Storch und ↗stracks (s. d.) genannten Formen, die auf eine Gutturalerweiterung der unter ↗starren (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ führen. Vom Adjektiv sind abgeleitet das Abstraktum Stärke1 f. ‘Kraft, Gewalt, Dicke’, ahd. sterkī(n) (9. Jh.), mhd. sterke, und das schwache Verb stärken Vb. ‘stark machen, neue Kraft verleihen, unterstützen’, ahd. sterken (8. Jh.), mhd. sterken. Seit mhd. Zeit auch ‘Wäsche steifen’, mhd. sterken, wozu die Rückbildung Stärke2 f. ‘zum Steifen verwendete Substanz’ (Weizen-, Reis-, Kartoffelmehl, früher auch Wachs), mhd. sterke. bestärken Vb. ‘(in einer Meinung) bekräftigen, unterstützen’, mhd. besterken. verstärken Vb. ‘stärker machen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ankurbeln · ↗intensivieren · stärken · ↗stützen · ↗untermauern · ↗verstärken · ↗vertiefen
Synonymgruppe
(jemandem) Mut machen · (jemanden) animieren (zu) · (jemanden) aufrufen (zu) · (jemanden) bestärken (in) · (jemanden) bringen (zu) · (jemanden) stimulieren (zu) · ↗anregen · ↗anspornen · ↗ermuntern · ↗ermutigen · stärken
Assoziationen
Synonymgruppe
bestärken · stärken · ↗verstärken
Synonymgruppe
begründen · ↗erhärten · ↗fundieren · stärken · ↗untermauern

Typische Verbindungen zu ›stärken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stärken‹.

Verwendungsbeispiele für ›stärken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur wo kann diese bewältigt werden, über welche Spiele lässt sich Image polieren, welche Siege stärken wirklich den Ruf?
Süddeutsche Zeitung, 27.07.2004
Und schließlich werde das Papier die Position des AStA weiter stärken.
Der Tagesspiegel, 16.01.2004
Um so wichtiger sei es, die europäische Gemeinschaft zu stärken.
Schwarz, Hans-Peter: Anmerkungen zu Adenauer, München: Deutsche Verlags-Anstalt 2005 [2004], S. 98
Die ausgetauschten Reden betonen den Willen der Länder, den internationalen Frieden zu stärken.
o. A.: 1926. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 28725
Die Erfahrungen des Jahres 701 trugen wesentlich dazu bei, diesen Glauben zu stärken.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 9460
Zitationshilfe
„stärken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/st%C3%A4rken#2>, abgerufen am 21.09.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Stärkemehl
Stärkekartoffel
stärkehaltig
Stärkegehalt
Stärkefabrik
starker Tabak
starker Tobak
starkes Geschlecht
Stärkesirup
Stärkeverhältnis