stäupen

GrammatikVerb
Worttrennungstäu-pen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›stäupen‹ als Erstglied: ↗Stäupung  ·  mit ›stäupen‹ als Letztglied: ↗ausstäupen
eWDG, 1976

Bedeutung

historisch einen Verbrecher am Schandpfahl öffentlich mit Ruten auspeitschen
Beispiel:
der Übeltäter wurde gestäupt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Staupe1 · stäupen
Staupe1 f. ‘Schandpfahl, an den Straffällige gebunden und mit Ruten geschlagen werden, Züchtigung mit Ruten’, afries. stūpa, mnd. stūpe, staup ‘Züchtigungspfahl’. Oft in der Wendung zur Staupe schlagen, mnd. to der stupe slan (um 1300). Entlehnung aus polab. staup ‘Altar’, eigentlich ‘Opfersäule’, älter *stup (aus aslaw. *stḷpъ). Vgl. Bielfeldt Entlehnungen (1965) 39. stäupen Vb. ‘mit Ruten schlagen, öffentlich auspeitschen’ (16. Jh.), mnd. stūpen.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Muß der, wenn er schon so spät kommt, mit seinem Fettsteiß meine Haare stäupen?
Süddeutsche Zeitung, 26.08.1995
Dieser Herr sandte ihnen gar nicht selten Unglück und Leid und stäupte sie immer wieder ordentlich.
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2001
Sie hätten mich am liebsten gestäupt oder Rabindranath auf mich losgelassen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 893
Zitationshilfe
„stäupen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/stäupen>, abgerufen am 20.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Staupe
staunenswert
staunenerregend
Staunen erregend
Staunen
Staupilot
Stauprognose
Stäupung
Staupunkt
Stauraum