staffeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungstaf-feln
Wortbildung mit ›staffeln‹ als Erstglied: ↗Staffelung  ·  mit ›staffeln‹ als Letztglied: ↗Arbeitszeitstaffelung
eWDG, 1976

Bedeutung

etw. nach bestimmten Stufen, Rängen einteilen, festsetzen, ordnen, etw. abstufen
Beispiele:
die Gehälter nach Leistung, Dienstjahren, Kinderzahl staffeln
den Unterhaltsbetrag für bestimmte Lebensabschnitte des Kindes staffeln
die Erträge je Hektar sind wie folgt gestaffelt ...
die Höhe der Abfallgebühren ist nach Regionen gestaffelt
oft im Part. Prät.
gestaffeltabgestuft, schräg hintereinander angeordnet
Beispiele:
nach der Sonnenseite gestaffelte Hochhäuser
die Flugzeuge flogen in gestaffelter Formation
mehrfach gestaffelte Verteidigungslinien
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Staffel · Staffelei · staffeln · Staffellauf
Staffel f. ‘Stufe, militärischer Verband, Sportmannschaft’, ahd. staffal ‘Fußgestell, Sockel’ (10. Jh.), mhd. stapfel, staffel ‘Stufe, Grad’, frühnhd. ‘Stapelplatz’ (15. Jh.) entspricht mit hd. Lautung dem aus dem Nd. aufgenommenen ↗Stapel (s. d. Angaben zur Herkunft). Maskulines Genus ist bis ins 18. Jh. belegt. Die vorwiegend obd. Bedeutung ‘Stufe, Leitersprosse, Treppe, Treppenabsatz’ wird übertragen auf grad- oder etappenmäßige Einteilungen (vgl. Gehaltsstaffel, staffelförmig) und bezeichnet im militärischen Bereich (19. Jh.) ‘in bestimmten Abständen aufeinanderfolgende Einheiten eines größeren Truppenverbandes’, auch (20. Jh.) ‘eines Verbandes von Kriegsschiffen oder Flugzeugen’, im Sport (seit den 20er Jahren des 20. Jhs.) ‘eine Mannschaft im Stafettenlauf’ (älteres ↗Stafette, s. d., ablösend), danach allgemein ‘Sportlergruppe, deren Leistungen im Wettkampf gemeinsam gewertet werden’. Staffelei f. ‘hölzernes Arbeitsgestell mit verstellbarem Stufenbrett’ für Maler zum Aufstellen der Leinwand (17. Jh.). staffeln Vb. ‘stufenförmig aufstellen, nach bestimmten Graden einteilen’ (Anfang 19. Jh.), älter (17. Jh., obd.) auch im Sinne von ↗stapeln (s. d.). Staffellauf m. ‘von einzelnen Sportlern einer Mannschaft in Teilstrecken zurückzulegender Wettlauf’ (20. Jh.), älter ↗Stafette (s. d.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baukörper Beitragsjahr Betriebsgröße Betriebszugehörigkeit Bezugsdauer Bonität Einkommen Einkommensgruppe Einkommenshöhe Eintrittspreis Elternbeitrag Entfernung Familiengröße Familienstand Gebühr Kinderzahl Lebensalter Lkw-Maut Pauschale Prämie Rentenbeitrag Schadstoffausstoß Schulgeld Tageszeit Zuzahlung befristen degressiv hinauf hintereinander übereinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›staffeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Danach könnte - gestaffelt nach Wert - jedes Jahr eine weitere Note folgen.
Die Zeit, 07.11.2012 (online)
In diesem Jahr ist es gelungen, das Angebot zeitlich wieder besser zu staffeln.
Die Welt, 23.06.2003
Er ist in hierarchischer Ordnung gestaffelt und kann entsprechend dieser Ordnung eingeschränkt werden.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 1026
Seine Seele ist dreifach gestaffelt, sie ist vegetativ, animalisch und rational.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 82
Das staffelte sich je nach der Tätigkeit des Mannes bis einmal monatlich oder unter Umständen noch seltener.
Waegner, Martin u. Thomasius, Erich: Zeugung, Entwicklung und Geburt des Menschen. In: Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg o.J. 1933 [1933], S. 315
Zitationshilfe
„staffeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/staffeln>, abgerufen am 22.10.2019.

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