stahlhart

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungstahl-hart
WortzerlegungStahlhart1
eWDG, 1976

Bedeutung

hart wie Stahl, sehr hart
Beispiel:
daß es heute schon schlagfestes Glas gibt, stahlhart, feuer- und säurefest [Urania1963]
übertragen
Beispiele:
stahlharte Männer
ein stahlharter Wille, Entschluss
Vielleicht tat auch ihm das Herz weh, aber er ließ sich nichts merken, er war stahlhart [FalladaWolf2,164]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stahl · stählen · stählern · stahlhart
Stahl m. ‘schmiedbares Eisen’, übertragen ‘Waffe, Härte’, ahd. stahal (10. Jh.), mhd. stahel, stāl, aschwed. stāl, schwed. stål (germ. *stahla-) sowie (wohl schon früh aus einer dieser Sprachen entlehntes) anord. stāl und (als ja-Stämme, germ. *stahlija-) asächs. stehli, mnd. stāl, mnl. stael, nl. staal, aengl. (angl.) stēli, stǣli, engl. steel lassen sich (wenngleich unsicher) mit aind. stákati ‘widerstrebt’, awest. staxta- ‘stark, fest’, staxra- ‘stark, fest, streng (vom Frost)’ auf ie. *stāk-, *stek- ‘stehen, stellen, stehend, Ständer’, eine Erweiterung der unter ↗stehen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’, zurückführen. Die germ. Formen sind danach als Substantivierungen eines Adjektivs ‘standhaft, stark’ aufzufassen. stählen Vb. ‘härten, widerstandsfähig machen (wie Stahl)’, mhd. stehelen, stahelen, kontrahiert stælen, stālen, stēlen. stählern Adj. ‘aus Stahl, hart wie Stahl’ (16. Jh.), zuvor stählen, ahd. stelīn (Hs. 13. Jh.), mhd. stehelīn, stahelīn, stælīn, auch stālīn, stēlen. stahlhart Adj. ‘wie Stahl, sehr hart’, mhd. stahel-, stālherte.

Thesaurus

Synonymgruppe
stahlhart · ↗stählern
Synonymgruppe
bretthart · ↗eisenhart · ↗fest · ↗glashart · hart · hart wie Beton · hart wie Kruppstahl · ↗knochenhart · ↗knüppelhart · stahlhart · ↗steinhart

Typische Verbindungen zu ›stahlhart‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Blick Drachen Faust Gehäuse Kern Körper Muskel Nerve Profi

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stahlhart‹.

Verwendungsbeispiele für ›stahlhart‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist messerscharf und stahlhart, aus seinem Mund kommt kein Wort zu viel.
Die Zeit, 20.01.2003 (online)
Auch der stahlhärteste Ersatzkörper fährt mitunter unter keinem guten Stern.
Süddeutsche Zeitung, 23.06.2001
Er blickte mich »stahlhart« an und nahm den Handschuh umständlich auf.
Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1939], S. 194
Aber aus dem Mantel ließ das Verhängnis ein stahlhartes Gehäuse werden.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 329
Aber aus dem Mantel ließ das Verhängnis ein stahlhartes Gehäuse werden.
Weber, Max: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1920], S. 195
Zitationshilfe
„stahlhart“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/stahlhart>, abgerufen am 21.01.2020.

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