stapeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung sta-peln
GrundformStapel
Wortbildung  mit ›stapeln‹ als Erstglied: Stapelglas · Stapelung · Stapler
 ·  mit ›stapeln‹ als Letztglied: aufeinanderstapeln · aufstapeln · einstapeln · hochstapeln1 · tiefstapeln · umstapeln · vollstapeln
eWDG

Bedeutung

etw. zu einem Stapel, zu Stapeln schichten, aufhäufen
Beispiel:
Kohlen, Bretter, Wäsche, Geschirr, alte Zeitungen stapeln
etw. in etw. stapeln
Beispiel:
die Verkäuferin stapelt die neuen Waren in die Regale
übertragen etw. speichern, ansammeln
Beispiel:
Vorräte, Waren, Reichtümer, Schätze stapeln
sich stapelnsich in Form von Stapeln anhäufen
Beispiel:
an der Verladerampe stapeln sich die Kisten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stapel · Stapellauf · stapeln · Stapelplatz
Stapel m. ‘aufgeschichteter Haufen, Stoß, Warenniederlage, Lagerplatz’. Asächs. stapal ‘Haufen’, mnd. stāpel ‘Sockel, Postament, Unterlage, auf der ein Schiff gebaut wird, Pfosten, Stütze, Warenlager’, verbreitet in der hansischen Geschäftssprache, wird (von Köln aus) vereinzelt im 15. Jh., in größerem Umfange im 17. Jh. in die nhd. Kaufmanns- und Literatursprache aufgenommen und tritt damit neben die semantisch weniger ausgeprägte hd. Entsprechung Staffel (s. d.). Das Substantiv stellt sich mit mnl. stāpel, afries. stapul, aengl. stapol ‘Säule, Pfosten’, engl. staple, anord. stǫpull ‘dicker Pfahl, Kirchturm’, aschwed. stapul ‘Turm’ (germ. *stapala-, *stapula-) zur Variante ie. *stē̌b-, *stəb- ‘Pfeiler, Pfosten’ der unter Stab (s. d.) angegebenen Wurzel und ist verwandt mit den dort aufgeführten Wortgruppen. Die Ausgangsbedeutung ‘Pfeiler, Pfosten’ ergibt ‘(aus Pfosten errichtete Holz)unterlage’, dann ‘aufgeschichteter (Holz)haufen, -stoß’ und schließlich ‘Warenlager (Stoß gleichartiger, geordneter Gegenstände), Verkaufsplatz’. In der Schiffsbauterminologie vom Stapel (‘vom Unterbau’) laufen, seit dem 17. Jh. geläufig. Danach Stapellauf m. (19. Jh.). stapeln Vb. ‘in geordneten Haufen aufschichten’ (17. Jh.), mnd. stāpelen. Stapelplatz m. ‘Handelsplatz mit Warenniederlagen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
Synonymgruppe
(ordentlich) aufeinanderlegen · Schicht um Schicht aufeinander... · auf einen Stapel legen · auf einen Stapel stellen · aufeinanderschichten · aufeinanderstapeln · aufeinanderstellen · aufstapeln · hochstapeln · zu einem Stapel aufschichten · übereinanderlegen · übereinanderschichten · übereinanderstapeln  ●  stapeln  Hauptform
Synonymgruppe
(sich) anhäufen · (sich) stapeln · (sich) türmen
Assoziationen
  • auf (seine / ihre) Erledigung warten · noch nicht erledigt (sein)
  • vollgestellt sein (mit) · vollgestopft sein (mit) · vollliegen (mit) · vollstehen (mit) · zugestellt sein (mit) · überquellen (von)
  • auf (eine / ihre) Erledigung warten · noch nicht erledigt · ungetan  ●  pendent  schweiz. · unerledigt  Hauptform · liegen geblieben  ugs. · liegt noch (...)  ugs.

Typische Verbindungen zu ›stapeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stapeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›stapeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwar stapeln sich in den Läden neuerdings wieder die Waren. [Der Spiegel, 01.09.1986]
Auf den Straßen stapelten sich die Reste des großen Fests. [Die Zeit, 12.02.2013 (online)]
Haufenweise stapeln sich die Säcke vor einer lehmverputzten Hütte, das Tor steht weit offen. [Die Zeit, 07.11.2011, Nr. 45]
An einer Ecke an seinem Stand stapeln sich die vermeintlichen Übeltäter in die Höhe. [Die Zeit, 27.05.2011 (online)]
Auch Lena stapelt eher tief, wenn sie betont, es solle nicht gerade der letzte Platz werden. [Die Zeit, 06.05.2011 (online)]
Zitationshilfe
„stapeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/stapeln>.

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