statisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsta-tisch
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›statisch‹ als Erstglied: ↗Statik  ·  mit ›statisch‹ als Letztglied: ↗antistatisch · ↗hydrostatisch · ↗quasistatisch
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Physik das Gleichgewicht der Kräfte betreffend
Gegenwort zu dynamisch
Beispiele:
die statische Berechnung für ein Bauwerk
das statische Gleichgewicht (= Zustand eines Körpers, bei dem die Resultante aus den an einen Körper angreifenden Kräften und Drehmomenten verschwindet)
die statische (= im Gleichgewicht befindliche, ruhende) Elektrizität
2.
im gleichen Zustand verharrend
Gegenwort zu dynamisch
Beispiele:
eine statische Theorie
die Natur ist nicht statisch
3.
Medizin
entsprechend der Bedeutung von Statik (3)
Beispiele:
ein statisches Organ (= Gleichgewichtsorgan des Ohres)
statische (= durch Stehen verursachte) Beschwerden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Statik · Statiker · statisch
Statik f. Lehre vom Gleichgewicht der Kräfte, entlehnt (1. Hälfte 17. Jh.) aus mlat. (Plur. n.), nlat. (Sing. f.) statica, griech. statikḗ (téchnē) (στατικὴ τέχνη) ‘Lehre, Kunst vom Wägen, vom Gleichgewicht’, dem substantivisch gebrauchten Fem. von griech. statikós (στατικός) ‘stellend, stehen machend, wägend’; zu griech. histánai (ἱστάναι) ‘stellen’. Fachwort der Physik (vgl. Aero-, Geo-, Hydrostatik) und der Architektur. Statiker m. ‘Fachmann für Statik’ (1. Hälfte 20. Jh.). statisch Adj. ‘das Gleichgewicht der Kräfte, die Statik betreffend, im Gleichgewicht, in Ruhelage befindlich, stillstehend’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bewegungslos · feststehend · ↗immobil · ↗rigide · ↗starr · statisch · ↗steif · ↗unbeweglich · ↗unveränderlich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angriffsspiel Array Aufladung Begabungsbegriff Belastungstest Berechnung Betrachtungsweise Elektrizität Entladung Entladungspotential Gebilde HTML-Seite IP-Adresse Klangfläche Konzernbilanz Kurvenlicht Magnetfeld Speicher Substanzwertdenken Tableau Universum Variable Web-Seite bewegt dynamisch einfallslos gelinkt ideenlos ruhend unveränderbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›statisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es geht hier vermutlich um ein statisches Problem, das Sie ernst nehmen sollten.
Die Welt, 10.05.2004
Einem internationalen Erfolg steht nur noch die hausbackene Technik im Wege: wie in den meisten Filmen aus arabischen Ländern bleibt die Kamera ziemlich statisch.
Der Tagesspiegel, 15.10.1997
Er ist vor allem aber nicht statisch beschaffen, wie alle heidnischen Götter bisher.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 3, Berlin: Aufbau-Verl. 1956, S. 328
Das Problem der Rentabilität läßt sich nicht mehr statisch lösen.
Plessner, Helmuth: Die verspätete Nation, Stuttgart: Kohlhammer 1962 [1935], S. 70
Aber die Begriffe fassen die tatsächliche Veränderung zu statisch und zu unnuanciert.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 67
Zitationshilfe
„statisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/statisch>, abgerufen am 18.11.2019.

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