stetig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungste-tig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›stetig‹ als Erstglied: ↗Stetigkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

(gleichmäßig) andauernd, beständig
Beispiele:
ein stetiger Wind, Regen
das stetige Anwachsen der industriellen Produktion
durch stetige Arbeit, stetigen Fleiß, stetige Bemühung hat er dies erreicht
die Zahl der Besucher ist stetig gestiegen
etw. nimmt stetig ab, zu
ein stetiger (= fester, nicht schwankender) Charakter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stet · stad · stetig · Stetigkeit · stets
stet Adj. ‘gleichmäßig fortdauernd, dauerhaft, beständig’, ahd. stāti ‘fest, dauerhaft, beständig’ (um 1000, unstāti, 10. Jh.), mhd. stæt(e), mnd. stēde, mit Dentalformans und einer Ausgangsbedeutung ‘fest stehend’, zeitlich ‘andauernd, ohne Ende’ zu der unter ↗stehen (s. d.) behandelten Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ gebildet. Eine semantische Eigenentwicklung (ausgehend von ‘beständig’) zeigt die obd. Nebenform stad Adj. Adv. ‘ruhig, still, zurückhaltend, gemäßigt’ (literarisch 19. Jh.). An stet schließt sich an die Erweiterung stetig Adj. ‘beständig’, ahd. stātīg (8. Jh.), mhd. stætec, stætic. Stetigkeit f. ‘Beständigkeit, Gleichmäßigkeit’, ahd. stātīgheit (11. Jh.), mhd. stætec-, stæticheit, stætekeit ‘Festigkeit, Beständigkeit, Sicherheit’, md. stēde-, stētekeit. stets Adv. ‘immer’, mhd. stætes ‘beständig’, md. stētes, erstarrter Genitiv des Adjektivs mhd. stæt(e) (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
gleichmäßig · stetig · ↗unbeirrbar
Synonymgruppe
fortdauernd · ↗fortlaufend · ↗immerfort · ↗kontinuierlich · ohne Unterbrechung · stetig
Assoziationen
Synonymgruppe
stet · stetig
Synonymgruppe
beständig · feststehend · gleichbleibend · immer wieder · ↗inert · ↗invariabel · ↗jederzeit · ↗konstant · ↗kontinuierlich · stetig · ↗ständig · ↗unabänderlich · ↗unveränderlich  ●  ↗invariant  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
allzeit · ↗fortwährend · immer nur · immer und ewig · ↗immerdar · ↗immerwährend · in Zeit und Ewigkeit · ↗konstant · ↗kontinuierlich · ↗persistent · stetig · ↗stets · stets und ständig · ↗ständig  ●  ↗alleweil  süddt. · ↗allweil  süddt. · ↗immer  Hauptform · ↗perpetuell  geh. · perpetuierlich  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anstieg Anwachsen Aufwärtsentwicklung Aufwärtstrend Wachstum Weiterentwicklung Wertentwicklung Wirtschaftswachstum Zunahme abnehmen anschwellend ansteigen ansteigend anwachsen anwachsend fallend fließend fortschreitend gewachsen langsam schrumpfend seither sinkend steigend wachsen wachsend weiterentwickeln werdend zunehmen zunehmend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stetig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Inzwischen bestimmt der stetig steigende Bedarf nach Organen die Diskussion.
Süddeutsche Zeitung, 23.12.2004
In den Jahrzehnten davor hatte die Zahl dagegen stetig zugenommen.
Der Tagesspiegel, 23.06.2004
Was der Minister brauchte, war eine stetige durchgehende Linie, war eine stetige Haltung, ein Durchhalten auch in schweren Zeiten.
o. A.: Einhundertsiebenundsechzigster Tag. Samstag, 29. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 12065
Die Richtung der Determination aber erhält sich auch im stetigen Übergang.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 300
In einem gewissen stetigen Fortschreiten bewegte sich die Arbeit während der folgenden Jahre.
Baader, Ottilie: Ein steiniger Weg, Lebenserinnerungen einer Sozialistin. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 28988
Zitationshilfe
„stetig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/stetig>, abgerufen am 20.06.2019.

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