stilistisch

GrammatikAdjektiv
Worttrennungsti-lis-tisch (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›stilistisch‹ als Erstglied: ↗Stilistik
eWDG, 1976

Bedeutung

die Ausdrucksform betreffend
a)
Beispiele:
der Aufsatz ist stilistisch gut, schlecht, einwandfrei
ein wissenschaftlicher Text ist durch stilistische Sachlichkeit gekennzeichnet
b)
bildende Kunst
Beispiel:
das Werk ist stilistisch nicht einheitlich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stil · Stilist · Stilistik · stilistisch · stilisieren
Stil m. ‘zweckabhängige Art und Weise des schriftlichen und mündlichen sprachlichen Ausdrucks, charakteristische Ausdrucksform in Kultur und Kunst’, Entlehnung (1. Hälfte 15. Jh.) von lat. stilus ‘spitzer Gegenstand, Pfahl, Stiel, Stengel, Griffel zum Schreiben’, übertragen ‘das Schreiben, schriftliche Abfassung, Darstellung, Ausdrucksweise, Schreibart, Literatur, Sprache’, mlat. auch ‘Gewohnheit, Herkommen.’ Im Dt. zuerst ‘Schreibgriffel’ und ‘schriftliche und mündliche Ausdrucksweise, Darstellungsart’, besonders die ‘übliche Form der Abfassung von (amtlichen) Schriftstücken, der Rechtsprechung und Prozeßordnung’, dann (seit dem 17. Jh.) übertragen auf die Ausdrucksform in Musik und bildender Kunst sowie auf die jmdm. entsprechende ‘spezielle Lebensweise und Lebensführung’, neuerdings auch ‘Art, Technik der Ausübung einer Sportart’ (1. Hälfte 20. Jh.). Die bis Anfang des 19. Jhs. geltende Schreibung Styl beruht (wie bei frz. engl. style) auf einer orthographischen Variante, entstanden aus einer irrtümlichen Verbindung des Wortes mit griech. stȳ́los (στῦλος) ‘Säule, Pfeiler’. Stilist m. ‘wer einen bestimmten (guten) Stil schreibt’, anfangs ‘(Prosa)schriftsteller’ (18. Jh.). Stilistik f. ‘Stilkunde, Lehre vom sprachlichen Ausdruck und seinen Mitteln’ (um 1800). stilistisch Adj. ‘den Stil betreffend’ (19. Jh.). stilisieren Vb. ‘einen Text abfassen, formulieren’ (17. Jh.), ‘natürliche Strukturen in künstlerisch abstrahierter Form darstellen, typisieren’ (18. Jh.), mit negativem Unterton ‘verkünsteln, einengen, schematisieren’ (18. Jh.); gebildet zum Substantiv.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bandbreite Brillanz Eigenart Eigenheit Einordnung Eleganz Entgleisung Extravaganz Feinheit Finesse Merkmal Prägnanz Spannweite Unebenheit Verwandtschaft Vielfalt Vielseitigkeit Virtuosität Wandlung anlehnen formal gedanklich grammatikalisch grammatisch ikonographisch inhaltlich motivisch orthographisch sprachlich thematisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stilistisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es heißt, er sei ein stilistisch schlechter Schriftsteller, das stimmt nicht.
Der Tagesspiegel, 23.03.2002
Nach anderer Interpretation ist der Wagen im N hergestellt worden, wobei die Ausstattung stilistisch keltisch beeinflußt wurde.
o. A.: Lexikon der Kunst - D. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 21165
Ihre stilistische Entwicklung fällt zusammen mit dem Engagement für bestimmte politische Ideen.
Die Zeit, 17.08.1979, Nr. 34
Diese Gruppe zeichnet sich durch die stilistische Ähnlichkeit mit den signierten Werken aus.
Launay, Denise: Bouzignac. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 4831
Mit Recht greift M. die Frage durchaus als philologisches Problem an und arbeitet in konsequenterer Weise, als es bisher geschehen ist, mit stilistischen Argumenten.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 668
Zitationshilfe
„stilistisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/stilistisch>, abgerufen am 24.10.2019.

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