stimulieren

GrammatikVerb · stimuliert, stimulierte, hat stimuliert
Aussprache
Worttrennungsti-mu-lie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›stimulieren‹ als Erstglied: ↗Stimulierung  ·  mit ›stimulieren‹ als Grundform: ↗Stimulation
eWDG, 1976

Bedeutung

etw., jmdn. anregen, anspornen
Beispiele:
ein erhöhter Wassergehalt der Luft stimuliert das Wachstum der Pflanzen
seine guten Vorbilder haben ihn zu dieser hervorragenden Leistung stimuliert
ein kulturvolles Leben wird nicht zuletzt durch den Bau moderner Wohngebiete stimuliert
sein beharrliches Schweigen stimulierte (= erregte, reizte) ihre weibliche Neugier
Grammatik: oft im Part. Präs.
Beispiele:
der stimulierende Effekt von Koffein und Nikotin
stimulierende Mittel sind den Sportlern bei Wettkämpfen untersagt
der Kranke bekam stimulierende Spritzen
diese Tabletten wirken stimulierend auf die Bauchspeicheldrüse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stimulieren · Stimulans · Stimulus
stimulieren Vb. ‘anstacheln, antreiben, anregen, ermuntern’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. stimulāre ‘(mit dem Stachel) antreiben, quälen, anspornen, anstacheln, anregen’; zu lat. stimulus ‘Stachel zum Antreiben der Tiere, Sporn, Antrieb’. Stimulans n. ‘Mittel zum Anregen, Aufmuntern, Aufputschen’. Das in der Wissenschaftssprache der Medizin übliche lat. stimulantia ist der substantivierte neutrale Plural des Part. Präs. lat. stimulāns ‘anregend’, von lat. stimulāre (s. oben). Medizin.-lat. Stimulantia steht für (den Kreislauf, das Nervensystem, den Stoffwechsel oder die Potenz) ‘anregende Medikamente’, wird im 18. Jh. in dt. Texte aufgenommen und (seit dem 19. Jh.) auch im allgemeinen Sinne von ‘Reizmittel’ gebraucht. Neben pluralisches Stimulantia, Stimulantien, Stimulanzien, Stimulanzen tritt (um 1800) singularisches Stimulans bzw. Stimulanz. Daneben auch Stimulus m. ‘Beunruhigung, Anreiz, Ansporn, Anregung’, Übernahme (16. Jh.) von lat. stimulus (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
aktivieren · ↗ankurbeln · ↗anregen · ↗anspornen · ↗antreiben · ↗aufpeitschen · ↗aufputschen · ↗erregen · ↗hervorrufen · in Wallung bringen · ↗innervieren · ↗powern · ↗puschen · ↗pushen · stimulieren
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) Mut machen · (jemanden) animieren (zu) · (jemanden) aufrufen (zu) · (jemanden) bestärken (in) · (jemanden) bringen (zu) · (jemanden) stimulieren (zu) · ↗anregen · ↗anspornen · ↗ermuntern · ↗ermutigen · ↗stärken
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abwehrkraft Antikörper Ausgabenprogramm Binnennachfrage Blutbildung Eierstock Elektrode Freisetzung Gehirn Hirnareal Hirnregion Hormon Immunsystem Inlandsnachfrage Investitionstätigkeit Kauflust Konjunktur Konsum Muskel Nachfrage Nervensystem Nervenzelle Neubildung Phantasie Rezeptor Schilddrüse Steuersenkung T-Zelle Wachstum Zinssenkung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stimulieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kann die Regierung gar nichts tun, um das Wachstum zu stimulieren?
Der Tagesspiegel, 07.01.2001
Es würde die westeuropäischen Länder nur stimulieren, mehr Verantwortung für ihre eigene Verteidigung zu übernehmen.
Die Zeit, 28.02.1986, Nr. 10
Das Leben unter der Oberfläche stimuliert mit jeder Bewegung die Neugier.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 208
Dadurch wird die Milchproduktion weniger stimuliert, so daß wieder zugefüttert werden muß.
Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 159
Damit soll die Entwicklung verbesserter und neuer Produkte stimuliert werden.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - I. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 27657
Zitationshilfe
„stimulieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/stimulieren>, abgerufen am 14.11.2019.

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