stottern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungstot-tern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›stottern‹ als Erstglied: ↗Stotterei · ↗stotterig  ·  mit ›stottern‹ als Letztglied: ↗Gestotter · ↗abstottern
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
aufgrund einer Sprachstörung mit krampfartigen und mehrmals rasch aufeinanderfolgenden Wiederholungen von Lauten und Silben sprechen
Beispiele:
das Kind stottert
Stottern ist meist psychisch bedingt
übertragen aus Verlegenheit, Unsicherheit gehemmt und stockend sprechen, stammeln
Beispiele:
eine Entschuldigung stottern
er stotterte vor Aufregung, geriet ins Stottern
verlegen, völlig verwirrt stotterte er ...
sie konnte nur stotternd antworten
2.
salopp
Beispiel:
etw. auf Stottern (= Raten, Abzahlung) kaufen
3.
umgangssprachlich, übertragen
Beispiel:
der Motor stottert (= läuft ungleichmäßig)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stottern · Stotterer · abstottern
stottern Vb. ‘stoßweise, krampfartig mehrmals einsetzend sprechen, stammeln’, ein nd. Verb, seit dem 16. Jh. in der Literatursprache. Mnd. stȫt(e)ren, stotern, stötern (15. Jh.), nl. stotteren, engl. to stutter sind Intensivbildungen zu dem unter ↗stoßen (s. d.) behandelten Verb. Stotterer m. (17. Jh.), mnd. stȫterer (15. Jh.). abstottern Vb. ‘nach und nach bezahlen’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
stammeln · stottern
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Fehlzündungen haben · spotzen (Motor) · ↗stuckern  ●  ↗spucken  ugs. · stottern  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Exportmotor Geldmaschine Konjunktur Konjunkturmotor Mikrofon Motor Silberpfeil Triebwerk Wachstumsmotor Wirtschaftsmotor abstottern herumstottern hervor hilflos hin hinterher lispeln los nuscheln schwitzen spucken stammeln stocken stolpern stottern verhaspeln verlegen verwirrt zappeln zusammenstottern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›stottern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihr Vater fängt an zu stottern, wenn sie ihn um Rat fragt, und schraubt lieber weiter an seinem Haus herum.
Der Tagesspiegel, 21.12.1998
Plötzlich fängt unser Motor zu stottern an und stellt bald seine Tätigkeit ein.
Die Zeit, 04.04.1975, Nr. 15
Doch das junge Ding schlägt verschüchtert die Augen nieder, stottert ein paar zusammenhanglose Worte und rennt plötzlich davon.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 196
Der Professor lachte verlegen und stotterte ein paar unverständliche Worte.
Kästner, Erich: Emil und die Detektive, Hamburg: Dressler 1991 [1928], S. 94
Die Entrüstung, mit der er seit meinem ersten Nein kämpfte, ließ ihn stottern.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 193
Zitationshilfe
„stottern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/stottern>, abgerufen am 21.11.2018.

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