strähnig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungsträh-nig
Wortbildung mit ›strähnig‹ als Letztglied: ↗grausträhnig · ↗grobsträhnig · ↗langsträhnig · ↗weißsträhnig
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Strähnen bildend, in Strähnen
Beispiele:
jmd. hat dünnes, strähniges Haar, strähnige Augenbrauen
das Haar fiel ihr strähnig in die Stirn
Seine Haare guckten strähnig unter dem Hut hervor [JensMann79]
2.
streifenartig
Beispiele:
Strähniger, in der Windlosigkeit senkrecht fallender Regen stürzte zu Boden [JensGötter86]
Zigarettenqualm, der langsam in strähnigen grauen Schwaden in die Diele stieg [BöllHaus133]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Strähne · strähnig
Strähne f. ‘einen Streifen bildende Haare, Fäden u. dgl., Strang’, ahd. fahsstreno m. ‘Haarflechte, -strähne’ (11. Jh.), mhd. stren(e) m. ‘Flechte von Haaren, von Flachs’, mnl. strēne m., südnl. streen f. ‘Garnbündel, Flechtwerk’, schwed. (mundartlich) strena ‘Striemen auf der Haut’. Herkunft ungewiß. Vielleicht gehört es wie das verwandte, unter ↗Strieme (s. d.) behandelte Substantiv mit Nasalsuffix zu der unter ↗Strahl (s. d.) angeführten Wurzel ie. *ster- ‘Streifen, Strich, Strähne, Strahl’. Fem. Gebrauch des ursprünglich mask. Substantivs seit dem 18. Jh. strähnig Adj. ‘aus Strähnen bestehend, wie Strähnen’ (19. Jh.); vgl. mhd. drīstrenec ‘dreifädig, aus drei Strähnen bestehend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
struppig · strähnig · zerzaust · ↗zottelig · ↗zottig
Assoziationen
Synonymgruppe
fadenförmig · ↗faserig · ↗flaumig · ↗fusselig · strähnig

Typische Verbindungen zu ›strähnig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Haar Mähne Pferdeschwanz blond dunkel fettig grau hangen hängen schulterlang

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›strähnig‹.

Verwendungsbeispiele für ›strähnig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Strähnig trägt er das schulterlange Haar, fusselig ist sein Bart.
Die Zeit, 29.10.1998, Nr. 45
Zu hoch streckt er seine langen Arme in die Luft und zu oft schüttelt er sein dunkles, strähniges Haar.
Süddeutsche Zeitung, 27.10.1999
Ja, sie war vielleicht schon älter, hatte gefärbte, strähnige Haare.
Wellershoff, Dieter: Die Sirene, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1980, S. 77
Wind kam auf und versuchte, ihr strähniges Haar zu wellen.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 30
Ihr schwarzes langes Haar hing strähnig und fettig um ihren Kopf.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 293
Zitationshilfe
„strähnig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/str%C3%A4hnig>, abgerufen am 19.01.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
strähnen
Strähne
Strähnchen
Strahlungszone
Strahlungswirkung
Straight
Straightflush
Strak
straken
stralzieren