strategisch
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungstra-te-gisch (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›strategisch‹ als Letztglied: ↗geostrategisch · ↗militärstrategisch · ↗wirtschaftsstrategisch
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von Strategie (Lesart 1)
Beispiele:
strategische Rohstoffe
eine strategisch wichtige Brücke, Straße
strategische Waffen (= Waffen mit großer Reichweite) Militär
Die strategische Initiative ging in die Hände der Roten Armee über [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung11,66]
übertragen die Verhaltensweise, die Art des Vorgehens betreffend
Beispiel:
er hat sich strategisch richtig verhalten
2.
entsprechend der Bedeutung von Strategie (Lesart 2)
Beispiel:
die strategische Zielstellung dieses Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stratege · Strategie · strategisch
Stratege m. ‘Feldherr, Heerführer, Fachmann für den Einsatz und das Zusammenwirken von Streitkräften, Waffen und Gerät’, entlehnt (1. Hälfte 19. Jh.), wohl über frz. stratège (18. Jh.), aus griech. stratēgós (στρατηγός) ‘Feldherr’ (bes. einer der zehn gewählten Heerführer, die die oberste Militärbehörde Athens bilden); zu griech. stratós (στρατός) ‘Heer’ und ágein (ἄγειν) ‘treiben, leiten, führen, ziehen, gehen’. Strategie f. ‘Kunst, Wissenschaft von der Heerführung, Vorbereitung, Planung und Durchführung der Feldzüge’ (18. Jh.), aus griech. stratēgía (στρατεγία) ‘Feldherrnamt, Feldherrnkunst, Heerführung’. In allgemeinem Sinne ‘höhere Planung’ (19. Jh.), dann auch ‘Generallinie einer Arbeiterpartei in einer historischen Entwicklungsetappe’ (1. Hälfte 20. Jh.). strategisch Adj. ‘die Strategie, den organisierten Einsatz der Streitkräfte betreffend, für die Kriegsführung (übertragen: für jede Art von Planung) entscheidend’ (19. Jh.); vgl. griech. stratēgikós (στρατηγικός) ‘in der Heerführung erfahren’.

Thesaurus

Synonymgruppe
ausgetüftelt · ↗bedacht · ↗besonnen · durchdacht · mit Vorbedacht · mit Weitblick · ↗planvoll · ↗umsichtig · vorausblickend · vorausplanend · vorausschauend · ↗weitsichtig · ↗wohlüberlegt · überlegt
Assoziationen
Synonymgruppe
absichtlich · an langfristigen Zielen ausgerichtet · geplant · langfristige Ziele verfolgen(d) · ↗wohlüberlegt
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allianzen Atomwaffen Ausrichtung Bedeutung Bomber Denken Fehler Gleichgewicht Investor Kalkül Konzept Neuausrichtung Nuklearwaffen Offensivwaffen Optionen Partner Partnerschaft Planung Reserve Rüstungen Verteidigungsinitiative Vorteil Waffen Weichenstellungen Ziel operativen taktischen wichtigen Ölreserven Überlegungen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›strategisch‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der General mit dem politiknahen Posten betonte denn auch, strategisch bedeute dies alles „keine neue Qualität“, es gehe um ein neues taktisches Vorgehen.
Die Zeit, 29.06.2009 (online)
Immer mehr Politiker fordern von ihm, die strategische Ölreserve anzuzapfen.
Der Tagesspiegel, 21.05.2004
Ihm kommt es in dieser Situation darauf an, die strategische Balance zu wahren.
Küsters, Hans Jürgen: Entscheidung für die deutsche Einheit. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1998], S. 452
Dieselbe Technik läßt sich auch bei horizontalen strategischen Operationen anwenden.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 668
Gegenüber einer absoluten Übermacht muß auch der strategische Genius versagen.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Vierter Teil: Neuzeit, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 3571
Zitationshilfe
„strategisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/strategisch>, abgerufen am 25.06.2017.

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