täfeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungtä-feln
Wortbildung mit ›täfeln‹ als Erstglied: ↗Täfelung  ·  mit ›täfeln‹ als Letztglied: ↗austäfeln
eWDG, 1976

Bedeutung

etw., besonders Wände, Decken, mit Tafeln, besonders aus Holz, belegen, verkleiden
Beispiele:
ich täfle, täfele die Wände meines Zimmers selbst
er hat sein Wohnzimmer (braun) täfeln lassen
eine (mit dunklem Holz) getäfelte Decke
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tafel · tafeln · täfeln · Tafelrunde
Tafel f. ‘Brett, Platte, Schreibtafel, langer großer (Speise)tisch, der um diesen versammelte Personenkreis, festliche Mahlzeit’, ahd. tavala, tabul(a) (9. Jh.), mhd. tavel(e) ‘Tafel, Gemälde, (Speise)tisch’, asächs. tāfel, tāfla (auch ‘Würfelbrett’), mnd. tāvele, taf(e)le, tāfel, taffel, mnl. tāfel(e), tāvel(e), taffel(e), nl. tafel sind (der vlat. Aussprache v statt b folgend, vgl. ital. tavola, afrz. table, tavle) entlehnt aus lat. tabula ‘Brett, Spielbrett, Gemälde, Schreibtafel, Verzeichnis, Urkunde, Landkarte, (Wechsler)tisch’. Anlautendes t- im Ahd. deutet auf Entlehnung nach der hd. Lautverschiebung im Unterschied zu früher ins Hd. aufgenommenem ahd. zabal n. (9. Jh.), mhd. zabel ‘Spielbrett, Brettspiel’. Vgl. die Tafel aufheben ‘das Zeichen zur Beendigung der Mahlzeit, zum Aufstehen von der Tafel geben’ (1. Hälfte 18. Jh.), eigentlich ‘die (auf ein Gestell gelegten) Tischplatten nach dem Essen aufheben und wegräumen’. tafeln Vb. ‘an einer Tafel sitzen und festlich speisen, gut essen und trinken’, mhd. tavelen, auch ‘auf dem Brette spielen, durch Anschlagen an eine hölzerne Tafel ein Zeichen geben’. täfeln Vb. ‘(Wände, Decken) mit (Holz)täfelchen verkleiden’, mhd. tevelen; vgl. ahd. tavalōn ‘mit Brettern versehen’ (um 800). Tafelrunde f. s. ↗rund.

Thesaurus

Synonymgruppe
auslegen · ↗parkettieren · täfeln
Synonymgruppe
paneelieren · täfeln

Typische Verbindungen zu ›täfeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›täfeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›täfeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Bürger sollen so unermesslich reich gewesen sein, dass sie ihre Wände mit Gold täfeln konnten.
Bild, 16.02.2002
Dort sind die Abteile sogar mit dunklem afrikanischem Holz getäfelt.
Die Zeit, 08.11.1985, Nr. 46
Die Wände waren mit hellem Holz getäfelt, und Weinkaraffen standen auf einem Tisch mit weißgescheuerter Platte.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 118
Die Wände fallen auf, sind nicht lindgrün, mit rotbrauner Buche getäfelt oder weiß, wie im Rest des Gebäudes.
Der Tagesspiegel, 24.04.2001
Er führte sie in eine Kajüte, die braun getäfelt war, mit altem, blind gewordenem Mahagoniholz getäfelt.
Andersch, Alfred: Sansibar oder der letzte Grund, Olten: Walter 1957 [1957], S. 97
Zitationshilfe
„täfeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/t%C3%A4feln>, abgerufen am 02.04.2020.

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