tätowieren

Grammatik Verb · tätowiert, tätowierte, hat tätowiert
Worttrennung tä-to-wie-ren
Herkunft Polynesisch
Wortbildung  mit ›tätowieren‹ als Erstglied: ↗Tätowierung  ·  mit ›tätowieren‹ als Letztglied: ↗eintätowieren
eWDG, 1976

Bedeutung

die Haut einer bestimmten Körperzone zur Verzierung oder als Kennzeichnung durch Einstechen eines in Farbe getauchten spitzen Gegenstandes mustern
Beispiele:
die Brust, den Arm tätowieren
auf der Brust schimmerte bläulich ein tätowierter Mädchenkopf (= das Bild eines Mädchenkopfes, das in die Haut eingestochen war) [BecherAbschied4,241]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tätowieren Vb. ‘kolorierte Muster oder Zeichnungen durch Nadelstiche in die Haut einbringen’ (2. Hälfte 18. Jh.), anfangs tät(t)owiren, tattowieren, tatauieren, tat(o)uieren. Zugrunde liegt polynes. tatau ‘tätowieren, eintätowiertes Zeichen’, wohl aus ta- ‘schlagen’ und -tau ‘Zeichen, Muster, Bilder’ gebildet. Die engl. Wiedergabe tattow (Cook 1769), heute tattoo, gelangt ins Frz. und wird dort umgestaltet zu frz. tatouer (1778). Ans Engl. schließt sich wohl auch das dt. Verb an (Erstbeleg 1777), das jedoch in der Schreibweise vielfach vom Frz. beeinflußt sein dürfte.

Typische Verbindungen zu ›tätowieren‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tätowieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›tätowieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tätowierte Professoren sind vielleicht toleranter als nicht tätowierte, aber deswegen lehren sie noch nicht besser.
Die Zeit, 07.02.2011, Nr. 06
Und am liebsten würde sie sich dort auch tätowieren lassen.
Bild, 17.12.1997
Es wird toupiert und geglättet, gerollt und verlängert, tätowiert und gebleicht.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 28
Ich habe eine Nummer, die hier auf meinen Arm tätowiert ist.
o. A.: Neunundsechzigster Tag. Mittwoch, 27. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2836
Ich saß im Arrest neben einem Lithographen, der sich erbötig machte, mir ein Stilleben auf den Rücken zu tätowieren.
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 86
Zitationshilfe
„tätowieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/t%C3%A4towieren>, abgerufen am 11.08.2020.

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