tüdern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungtü-dern
eWDG, 1976

Bedeutung

norddeutsch, umgangssprachlich weidendes Vieh mit einem Seil, einer Kette anbinden
Beispiel:
eine Kuh auf der Weide tüdern
übertragen etw. (unordentlich) anbinden
Beispiel:
Bevor wir weggefahren sind, hat mein Vater ihm [dem Hund] einen Zettel ans Halsband getüdert [H. KantAula50]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tüder · tüdern
Tüder m. nordd. ‘Strick, Fußfessel’ (zum Anbinden von Vieh auf der Weide), mnd. tud(d)er, anord. tjōðr; vgl. (auf hd. Gebiet) ahd. ziotar ‘Deichsel’ sowie (aus dem Anord.) engl. tether ‘Strick’. Herkunft ungewiß. tüdern Vb. (Vieh) ‘anbinden’, mnd. tud(d)ern, tüdern.
Zitationshilfe
„tüdern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/t%C3%BCdern>, abgerufen am 10.04.2020.

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