tüftelig

Grammatik Adjektiv
Nebenform tüftlig
Aussprache 
Wortzerlegung tüfteln-ig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tüfteln · Tüftelei · Tüftler · tüft(e)lig · austüfteln
tüfteln Vb. ‘mit geschickten Händen eine feine, knifflige Arbeit verrichten’ (2. Hälfte 18. Jh.), übertragen ‘bis ins kleinste über etw. grübeln, etw. ausklügeln’ (Mitte 19. Jh.). Die Herkunft des aus hd. Mundarten in die Literatursprache eindringenden Verbs ist nicht geklärt; die Schreibung schwankt lange zwischen tüfteln, düfteln, tifteln und difteln. Vielleicht aus rotw. difteln ‘gewandt und schlau stehlen, betrügen’? Tüftelei f. (1. Hälfte 19. Jh.). Tüftler m. (Ende 18. Jh.). tüft(e)lig Adj. ‘viel Tüftelei erfordernd, zu übertriebener Sorgfalt, Genauigkeit neigend’ (Mitte 19. Jh.). austüfteln Vb. ‘herausfinden’ (1. Hälfte 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›tüftelig‹, ›tüftlig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Energetisch innovatives Bauen ist für Thomas Herzog mehr als nur tüfteliges Herumdoktern an der Fassade.
Süddeutsche Zeitung, 24.09.1996
Bei aller materiellen Beschränkung ist viel Kino-Verstand, viel tüftelige Tricktechnik genüßlich in dieses originelle Lust-Spiel eingeflossen.
Die Zeit, 28.03.1975, Nr. 14
Zitationshilfe
„tüftelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/t%C3%BCftelig>, abgerufen am 18.06.2021.

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