tüftlig

Alternative Schreibungtüftelig
GrammatikAdjektiv
Worttrennungtüft-lig ● tüf-te-lig
Grundformtüfteln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tüfteln · Tüftelei · Tüftler · tüft(e)lig · austüfteln
tüfteln Vb. ‘mit geschickten Händen eine feine, knifflige Arbeit verrichten’ (2. Hälfte 18. Jh.), übertragen ‘bis ins kleinste über etw. grübeln, etw. ausklügeln’ (Mitte 19. Jh.). Die Herkunft des aus hd. Mundarten in die Literatursprache eindringenden Verbs ist nicht geklärt; die Schreibung schwankt lange zwischen tüfteln, düfteln, tifteln und difteln. Vielleicht aus rotw. difteln ‘gewandt und schlau stehlen, betrügen’? Tüftelei f. (1. Hälfte 19. Jh.). Tüftler m. (Ende 18. Jh.). tüft(e)lig Adj. ‘viel Tüftelei erfordernd, zu übertriebener Sorgfalt, Genauigkeit neigend’ (Mitte 19. Jh.). austüfteln Vb. ‘herausfinden’ (1. Hälfte 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›tüftlig‹, ›tüftelig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier bewährt sich das tüftlig skrupulöse, temperamentlose Hantieren mit Daten und Details.
Die Zeit, 25.11.1994, Nr. 48
Das mit Kochsalzlösung vermischte Pulver kann deshalb auch bei minimal-invasiven Eingriffen zum Einsatz kommen, zum Beispiel bei tüftligen Operationen am Handgelenk.
Der Tagesspiegel, 12.12.2000
Zitationshilfe
„tüftlig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/t%C3%BCftlig>, abgerufen am 21.02.2020.

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