tafeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ta-feln
Wortbildung  mit ›tafeln‹ als Letztglied: abtafeln · auftafeln · mittafeln
 ·  mit ›tafeln‹ als Grundform: Tafelei
eWDG

Bedeutung

gehoben an einer (festlichen) Tafel sitzen und gut essen und trinken
Beispiele:
ich tafle, tafele gern mit meinen Freunden
reichlich, köstlich, groß tafeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tafel · tafeln · täfeln · Tafelrunde
Tafel f. ‘Brett, Platte, Schreibtafel, langer großer (Speise)tisch, der um diesen versammelte Personenkreis, festliche Mahlzeit’, ahd. tavala, tabul(a) (9. Jh.), mhd. tavel(e) ‘Tafel, Gemälde, (Speise)tisch’, asächs. tāfel, tāfla (auch ‘Würfelbrett’), mnd. tāvele, taf(e)le, tāfel, taffel, mnl. tāfel(e), tāvel(e), taffel(e), nl. tafel sind (der vlat. Aussprache v statt b folgend, vgl. ital. tavola, afrz. table, tavle) entlehnt aus lat. tabula ‘Brett, Spielbrett, Gemälde, Schreibtafel, Verzeichnis, Urkunde, Landkarte, (Wechsler)tisch’. Anlautendes t- im Ahd. deutet auf Entlehnung nach der hd. Lautverschiebung im Unterschied zu früher ins Hd. aufgenommenem ahd. zabal n. (9. Jh.), mhd. zabel ‘Spielbrett, Brettspiel’. Vgl. die Tafel aufheben ‘das Zeichen zur Beendigung der Mahlzeit, zum Aufstehen von der Tafel geben’ (1. Hälfte 18. Jh.), eigentlich ‘die (auf ein Gestell gelegten) Tischplatten nach dem Essen aufheben und wegräumen’. tafeln Vb. ‘an einer Tafel sitzen und festlich speisen, gut essen und trinken’, mhd. tavelen, auch ‘auf dem Brette spielen, durch Anschlagen an eine hölzerne Tafel ein Zeichen geben’. täfeln Vb. ‘(Wände, Decken) mit (Holz)täfelchen verkleiden’, mhd. tevelen; vgl. ahd. tavalōn ‘mit Brettern versehen’ (um 800). Tafelrunde f. s. rund.

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) Mahlzeit zu sich nehmen · essen · speisen · zu Tisch sein (Arbeitswelt)  ●  dinieren  geh. · tafeln  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›tafeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tafeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›tafeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So tafelt er, unter einem weißen Fes, mit einem farblosen Manne, und er redet leise, vornehm, doch lebhaft. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 01.03.1916]
An dem langen Tisch kann Mel B mit vielen Gästen tafeln. [Bild, 22.08.1997]
Man tafelt im großen Saal und kann doch keine Freude daran finden. [Die Zeit, 12.09.1986, Nr. 38]
Da kann man so herrlich tafeln, spielen, gemütlich plaudern oder auch heftig diskutieren. [o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 273]
Abgestiegen und getafelt wurde jeweils in den teuersten Hotels und Restaurants. [Süddeutsche Zeitung, 05.05.2000]
Zitationshilfe
„tafeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tafeln>.

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