taktieren

GrammatikVerb · taktierte, hat taktiert
Aussprache
Worttrennungtak-tie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›taktieren‹ als Erstglied: ↗Taktierung1
eWDG, 1976

Bedeutung

den Takt angeben
Beispiele:
der Dirigent taktiert
mit der Hand, mit dem Fuß taktieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Taktik · taktisch · taktieren · Taktiker
Taktik f. ‘Theorie und Praxis der Planung, Vorbereitung und Durchführung militärischer Operationen’ (1. Hälfte 18. Jh.), verallgemeinert ‘klug vorausberechnetes, planmäßiges Vorgehen’ (2. Hälfte 18. Jh.), entlehnt aus gleichbed. frz. tactique, das auf griech. taktikḗ (téchnē) (τακτικὴ τέχνη) ‘(Kunst der) Anordnung, Aufstellung (eines Heeres)’, dem substantivierten Fem. von griech. taktikós (τακτικός) ‘die Stellung eines Heeres betreffend’, beruht; zu griech. tássein, (att.) táttein (τάσσειν, τάττειν) ‘auf einen bestimmten Posten, in Reih und Glied stellen, feststellen, ordnen, regeln’. taktisch Adj. ‘die militärische Taktik betreffend, auf ihr beruhend’ (2. Hälfte 18. Jh.), in allgemeiner Verwendung ‘auf kluger Berechnung beruhend, geschickt und planvoll vorgehend’ (Anfang 20. Jh.). taktieren Vb. (besonders im politisch-diplomatischen Bereich) ‘sich der jeweiligen Lage entsprechend geschickt verhalten, taktisch vorgehen’ (1. Hälfte 20. Jh.). Taktiker m. militärisch ‘Lehrer der Taktik, geschickter Heerführer’ (2. Hälfte 18. Jh.), allgemein (besonders im politisch-diplomatischen Bereich) ‘wer planvoll, geschickt, methodisch vorgeht’ (Anfang 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
taktieren · taktisch vorgehen  ●  taktische Spielchen spielen  ugs., abwertend
Synonymgruppe
Schwierigkeiten meistern · herumjonglieren · ↗jonglieren · ↗lavieren · taktieren  ●  ↗(sich) durchschlängeln  fig. · ↗herumlavieren  abwertend · Klippen umschiffen  ugs.
Assoziationen
  • (sich) nicht entscheiden können (zwischen) · (sich) nicht festlegen (wollen)  ●  unentschieden sein  Hauptform · (he)rumeiern  ugs., salopp · hin- und hergerissen sein  ugs. · ↗schwanken (zwischen)  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kulisse Taktiker agieren anders bluffen defensiv feilschen finassieren geschickt glücklich herum hinhalten hinhaltend intrigieren kalkulieren klug lange lavieren lediglich paktieren sondieren täuschen ungeschickt verhandeln verschleppen verzögern vorsichtig weiter zögern ähnlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›taktieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So kann man sich in eine ziemlich blöde Ecke taktieren.
Die Zeit, 30.03.2000, Nr. 14
Man taktiert in Prag mit dem, wie man sich ausdrückt, Zwang Bonns zur ostpolitischen Bewegung.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1967]
Tell läßt sich nicht auf die verschlungenen Wege politischer Berechnung und Kalküle ein, er taktiert nicht.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 623
Bei einem Turnier kommt es nicht nur auf die Schönspielerei an, da muß man am Anfang auch mal taktieren.
Der Spiegel, 22.06.1992
Lange bevor der Marxismus theoretisch oder praktisch irgendwo an der Macht war, taktierte er schon, in perfekt »realpolitischem« Stil, als Vormacht vor der Machtergreifung.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 177
Zitationshilfe
„taktieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/taktieren#1>, abgerufen am 19.08.2019.

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taktieren

GrammatikVerb · taktierte, hat taktiert
Aussprache
Worttrennungtak-tie-ren (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›taktieren‹ als Erstglied: ↗Taktiererei · ↗Taktierung2
eWDG, 1976

Bedeutung

sich der jeweiligen Lage entsprechend geschickt verhalten, taktisch vorgehen
Beispiele:
angesichts der komplizierten Lage versuchte er zu taktieren
abwartend, diplomatisch taktieren
nach dem zweiten Weltkrieg, als die Bourgeoisie vorsichtig taktieren mußte [Neue Justiz1965]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Taktik · taktisch · taktieren · Taktiker
Taktik f. ‘Theorie und Praxis der Planung, Vorbereitung und Durchführung militärischer Operationen’ (1. Hälfte 18. Jh.), verallgemeinert ‘klug vorausberechnetes, planmäßiges Vorgehen’ (2. Hälfte 18. Jh.), entlehnt aus gleichbed. frz. tactique, das auf griech. taktikḗ (téchnē) (τακτικὴ τέχνη) ‘(Kunst der) Anordnung, Aufstellung (eines Heeres)’, dem substantivierten Fem. von griech. taktikós (τακτικός) ‘die Stellung eines Heeres betreffend’, beruht; zu griech. tássein, (att.) táttein (τάσσειν, τάττειν) ‘auf einen bestimmten Posten, in Reih und Glied stellen, feststellen, ordnen, regeln’. taktisch Adj. ‘die militärische Taktik betreffend, auf ihr beruhend’ (2. Hälfte 18. Jh.), in allgemeiner Verwendung ‘auf kluger Berechnung beruhend, geschickt und planvoll vorgehend’ (Anfang 20. Jh.). taktieren Vb. (besonders im politisch-diplomatischen Bereich) ‘sich der jeweiligen Lage entsprechend geschickt verhalten, taktisch vorgehen’ (1. Hälfte 20. Jh.). Taktiker m. militärisch ‘Lehrer der Taktik, geschickter Heerführer’ (2. Hälfte 18. Jh.), allgemein (besonders im politisch-diplomatischen Bereich) ‘wer planvoll, geschickt, methodisch vorgeht’ (Anfang 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
taktieren · taktisch vorgehen  ●  taktische Spielchen spielen  ugs., abwertend
Synonymgruppe
Schwierigkeiten meistern · herumjonglieren · ↗jonglieren · ↗lavieren · taktieren  ●  ↗(sich) durchschlängeln  fig. · ↗herumlavieren  abwertend · Klippen umschiffen  ugs.
Assoziationen
  • (sich) nicht entscheiden können (zwischen) · (sich) nicht festlegen (wollen)  ●  unentschieden sein  Hauptform · (he)rumeiern  ugs., salopp · hin- und hergerissen sein  ugs. · ↗schwanken (zwischen)  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kulisse Taktiker agieren anders bluffen defensiv feilschen finassieren geschickt glücklich herum hinhalten hinhaltend intrigieren kalkulieren klug lange lavieren lediglich paktieren sondieren täuschen ungeschickt verhandeln verschleppen verzögern vorsichtig weiter zögern ähnlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›taktieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So kann man sich in eine ziemlich blöde Ecke taktieren.
Die Zeit, 30.03.2000, Nr. 14
Man taktiert in Prag mit dem, wie man sich ausdrückt, Zwang Bonns zur ostpolitischen Bewegung.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1967]
Tell läßt sich nicht auf die verschlungenen Wege politischer Berechnung und Kalküle ein, er taktiert nicht.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 623
Bei einem Turnier kommt es nicht nur auf die Schönspielerei an, da muß man am Anfang auch mal taktieren.
Der Spiegel, 22.06.1992
Lange bevor der Marxismus theoretisch oder praktisch irgendwo an der Macht war, taktierte er schon, in perfekt »realpolitischem« Stil, als Vormacht vor der Machtergreifung.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 177
Zitationshilfe
„taktieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/taktieren#2>, abgerufen am 19.08.2019.

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