taktvoll

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungtakt-voll (computergeneriert)
WortzerlegungTakt2-voll
eWDG, 1976

Bedeutung

mit Gefühl für Takt, rücksichtsvoll
Beispiele:
ein taktvoller Mensch
er ist immer sehr taktvoll
sich taktvoll benehmen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Takt2 · taktlos · Taktlosigkeit · taktvoll
Takt2 m. ‘feines Gefühl für Anstand und Schicklichkeit, rücksichtsvolles Verhalten’, Übernahme (Ende 18. Jh.) von gleichbed. mfrz. frz. tact, eigentlich ‘Gefühlssinn, Berührung’, dann ‘Feinheit, Sicherheit bezüglich des Geschmacks’ und ‘guter Ton im gesellschaftlichen Verkehr, Gefühl für Schicklichkeit im Umgang mit Menschen’, entlehnt aus lat. tāctus (s. ↗Takt). taktlos Adj. ‘ungeschickt, plump-vertraulich, unverschämt’ (Mitte 19. Jh.); Taktlosigkeit f. (Mitte 19. Jh.). taktvoll Adj. ‘rücksichtsvoll, zurückhaltend’ (Ende 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
dezent · ↗diskret · ↗rücksichtsvoll · ↗schonend · taktvoll · ↗unaufdringlich · ↗unauffällig · ↗verhalten · ↗vorsichtig · ↗zurückhaltend  ●  ↗leise  fig. · zurückgenommen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Benehmen Distanz Eingriff Rücksichtnahme Schweigen Umgang Weise Zurückhaltung behutsam benehmen besonders diskret gerade geschickt höflich klug möglichst ruhig sanft schweigen sehr stets umgehen umschreiben verhalten verschweigen vornehm vorsichtig zurückhaltend übergehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›taktvoll‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Taktvolle Zurückhaltung ist hier noch mehr geboten als anderswo auf der Welt.
Bild, 02.06.1997
Es ist in solchen Fällen nicht gerade taktvoll, in aller Öffentlichkeit auf diese Dinge hinzuweisen.
Oheim, Gertrud: Einmaleins des guten Tons, Gütersloh: Bertelsmann 1957 [1955], S. 466
Sie spürte vielleicht aus seinem taktvollen Schweigen seine Erwartung heraus.
Boy-Ed, Ida: Vor der Ehe. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3091
In feiner, taktvoller Weise hat er sie darauf aufmerksam gemacht.
Seitz, Joseph: Nicht katholisch getraut - was nun?, Leutesdorf am Rhein: Druckerei des Johannesbundes 1960 [1956], S. 376
Ein taktvoller Kellner kam und sagte, es sei nicht üblich, aber so ungewöhnlich liebenswerten Gästen würden sie die Tücher gerne schenken.
Der Tagesspiegel, 23.11.2003
Zitationshilfe
„taktvoll“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/taktvoll>, abgerufen am 21.11.2019.

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