tangieren

GrammatikVerb · tangierte, hat tangiert
Aussprache
Worttrennungtan-gie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutung

Mathematik eine Kurve oder eine gekrümmte Fläche in einem Punkte berühren
Beispiele:
die Gerade tangiert den Kreis (in einem Punkt)
die Schnellstraße tangiert das Stadtzentrum
gespreizt, übertragen etw., jmdn. betreffen, berühren
Beispiele:
meine Entscheidung in dieser Sache wird von deinem Urteil nicht tangiert
er tut so, als ob ihn das nicht tangiere (= nichts angehe)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tangieren Vb. ‘innerlich berühren, angehen, beeindrucken’, auch ‘ein Thema kurz erwähnen, streifen, anschneiden’, entlehnt (Mitte 19. Jh.) aus lat. tangere ‘an-, berühren, innerlich rühren, beeindrucken’. Eine vereinzelte Frühentlehnung im Sinne von ‘an-, berühren, anfassen’ begegnet bereits in der 2. Hälfte des 16. Jhs.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandes) Interessen berühren · ↗angehen · ↗berühren · ↗betreffen · in Zusammenhang stehen mit · tangieren
Synonymgruppe
antasten · leicht berühren · ↗streifen  ●  tangieren  geh. · ↗touchieren  geh.
Synonymgruppe
anfassen · ↗berühren · tangieren  ●  ↗(an etwas) drankommen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) manifestieren in · ↗anbelangen · ↗angehen · ↗berühren · ↗betreffen · ↗einschließen · in Verbindung stehen zu · tangieren · von Interesse sein für · zurechenbar sein · ↗zutreffen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Affäre Autonomie Belang Ehre Fusion Geldpolitik Glaubwürdigkeit Grundgesetz Grundrecht Integrität Interesse Kern Maß Persönlichkeitsrecht Rand Rechte Souveränität Turbulenz Unabhängigkeit Urheberrecht Veröffentlichung Weise Zuständigkeit kaum massiv negativ peripher sonderlich unmittelbar wenig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tangieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Opfer von damals tangiert das nur am Rande, würde ich meinen.
Der Tagesspiegel, 26.10.1999
Da sind viel zu wenig persönliche Geschichten drin, das tangiert niemanden.
Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39
Das kann jedoch als rein praktische Maßnahme ihre prinzipielle Stellung nicht tangieren.
Klein, J.: Kasuistik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 28500
Ja, sie tangiert nicht einmal die recht verstandene Identität der Begriffe.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 974
Sie war wohl lästig, aber die Grundlagen der attischen Macht tangierte sie nicht.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 11321
Zitationshilfe
„tangieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tangieren>, abgerufen am 22.04.2019.

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