Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

tanken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung tan-ken
Wortbildung  mit ›tanken‹ als Erstglied: Tanker · Tankkarte · Tanklager · Tankstelle · Tanksäule · Tankwart
 ·  mit ›tanken‹ als Letztglied: abtanken · auftanken · betanken · durchtanken · nachtanken · volltanken
 ·  mit ›tanken‹ als Grundform: Tanke
eWDG

Bedeutung

an einer Tankstelle Kraftstoff kaufen und in den Behälter für Treibstoff einfüllen lassen
Beispiele:
ich muss noch (Benzin) tanken
er tankte 40 Liter
umgangssprachlich, scherzhaft, bildlich
Beispiele:
er musste eine Pause machen und erst wieder neue Kräfte tanken (= sammeln)
auf einem Spaziergang frische Luft tanken (= aufnehmen, schöpfen)
er hat zu viel getankt (= hat zu viel an alkoholischen Getränken zu sich genommen, ist betrunken)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tank · tanken · Tanker
Tank m. ‘Trinkwasserbehälter’ (besonders auf Schiffen, Mitte 19. Jh.), ‘Behälter für (feuer)gefährliche Flüssigkeiten’ (Treib-, Heizstoffe, Gifte, um 1900), zuvor ‘Vorratsanlage für Wasser, Zisterne, Teich’ (in Reisebeschreibungen, vereinzelt im 17. Jh.), Entlehnung von gleichbed. engl. tank, das von einer Eingeborenensprache Indiens übernommen wurde, vgl. Gujarāti tānkh, Marāṭhi ṭānken, denen möglicherweise aind. taḍāgam ‘Teich, Wasserbehälter, künstlicher See’ zugrunde liegt. In England werden im ersten Weltkrieg die zur Produktion von gepanzerten und bewaffeneten Fahrzeugen gefertigten Werkstücke aus Geheimhaltungsgründen als Bestandteile für Benzintanks deklariert, daher engl. tank ‘Kampfpanzer’, dt. Tank (1917); heute im Dt. nicht mehr üblich. tanken Vb. ‘Treibstoff in den Tank aufnehmen’ (um 1910), entsprechend gleichbed. engl. to tank. Tanker m. ‘Tansportschiff für Erdöl’ (1. Hälfte 20. Jh.), engl. tanker.

Thesaurus

Synonymgruppe
auftanken · betanken · den Tank auffüllen · den Tank füllen · mit Kraftstoff befüllen · tanken
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›tanken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tanken‹.

Verwendungsbeispiele für ›tanken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wer hat schon die Zeit, morgens Licht zu tanken? [Die Zeit, 03.11.2007, Nr. 45]
Dann wird sie eines Tages vielleicht auch bei ihrem Vater tanken. [Die Zeit, 31.10.2007, Nr. 45]
Auf dem Forum konnten die Gruppen, die zu Hause häufig am Rand stehen, Mut tanken. [Die Zeit, 25.02.2002, Nr. 08]
Wer Auto fahren will, kann so viel tanken, wie er bezahlen will. [Die Zeit, 03.08.1979, Nr. 32]
Die sind nicht einmal in der Lage, die Hubschrauber so voll zu tanken, daß sie von der Front auch wieder zurückkehren können. [Die Zeit, 03.06.1977, Nr. 23]
Zitationshilfe
„tanken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tanken>.

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