tapsen

GrammatikVerb · tapst, tapste, ist/hat getapst
Worttrennungtap-sen
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

umgangssprachlich
Synonym zu tappen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tapp · tappen · tapen · ertappen · tapsen · Taps · Tappe · täppisch · tapperig · taprig · Tap(p)ergreis
tapp Interjektion lautmalend für ein leichtes, unsicheres Aufsetzen von Fuß oder Pfote, oft in der Doppelung tapp tapp oder mit Sekundärablaut tipp tapp (19. Jh., doch gewiß älter). Davon abgeleitet mit wechselnder Vokalquantität tappen, tapen Vb. ‘plump auftreten oder gehen, ungeschickt, unbeholfen, tastend gehen und umherfühlen’, spätmhd. tāpen, nhd. tappen (16. Jh., im tunkeln tappen Luther; vgl. auch frühnhd. betappen ‘betasten’, 15. Jh.). ertappen Vb. ‘aufspüren, bei Verbotenem ergreifen, erwischen, überraschen’ (16. Jh.). Dazu das Intensivum tapsen Vb. ‘plump und schwerfällig gehen’ (dapsen, 17. Jh.). Taps m. ‘schwerfälliger, täppischer Kerl’ (18. Jh.). Tappe f. (heute nur noch mundartlich, auch Tape f., Tapen n.) ‘Pfote, Tatze, deren Spur im Boden’, frühnhd. tappe, dappe, mhd. tāpe; verhochdeutscht (selten) Tapfe (Anfang 17. Jh.), auch Tapp, Tappe m. ‘Schlag, Klaps’ (16. Jh.). täppisch Adj. ‘schwerfällig, unbeholfen, plump, linkisch’, mhd. tæpisch. tapperig, taprig Adj. ‘unbeholfen, unsicher’ (19. Jh.). Tap(p)ergreis m. ‘alter, gebrechlicher Mensch’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
geräuschvoll gehen · ↗stapfen · tapsen · ↗trampeln · ↗trapsen
Oberbegriffe
  • einen Fuß vor den anderen setzen · ↗gehen · ↗laufen  ●  zu Fuß gehen  Hauptform · ↗latschen  ugs., salopp · zu Fuß laufen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bär Bühne Dunkeln Falle Fettnäpfchen Gegend Gehege Hund Junge Küche Pfote Zimmer her heran herein herum herumtapsen hilflos hin hinein hinterher los nachts neugierig umher unbeholfen unsicher vorsichtig zu zurück

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tapsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle paar Minuten tapsen sie zu ihren Müttern um Milch zu trinken.
Bild, 14.04.2005
Und nun tapst sie durchs Zimmer und schaut dich mit ihren funkelnden Augen an.
Die Zeit, 20.11.2000, Nr. 47
Beim Packen tapste er wie ein Schlafwandler durch die Räume.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 201
Ein paar Minuten tapste man durcheinandersummend in die schwarze Mauer des Dunkels hinein.
Walser, Martin: Ehen in Philippsburg, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1957], S. 58
Tiefer und gründlicher hätten die vier Landstreicher wohl nicht ins Unheil tapsen können als hier.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 221
Zitationshilfe
„tapsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tapsen>, abgerufen am 15.12.2019.

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