tariflich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungta-rif-lich
HerkunftArabisch
WortzerlegungTarif-lich
Wortbildung mit ›tariflich‹ als Letztglied: ↗außertariflich · ↗übertariflich
eWDG, 1976

Bedeutung

dem Tarif entsprechend, den Tarif betreffend
Beispiele:
tarifliche Bestimmungen, Verhandlungen, Urlaubstage
die Löhne wurden tariflich festgesetzt, geregelt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tarif · tarifmäßig · tariflich
Tarif m. ‘Preis-, Lohnstaffel, Gebührenordnung’, frühnhd. Driffa, Triffa, Tarifa, Tariffa (16. Jh.), Übernahme von ital. tariffa, einer Entlehnung von arab. ta‛rīfa ‘Bekanntgabe (der Gebühren)’. Die heutige Form Tarif ist Angleichung an ebenfalls aus dem Ital. stammendes frz. tarif (mfrz. tariffe). Das Wort der Kaufmannssprache bedeutet zunächst ‘Zusammenstellung, Aufstellung, Liste, Verzeichnis von Waren mit Angabe der Zollgebühr’, auch ‘Preisverzeichnis’, dann in der Wirtschaft ‘vertraglich oder gesetzlich festgelegte Summe oder Staffelung von Löhnen und Gehältern, Preisen’. tarifmäßig Adj. (18. Jh.); tariflich Adj. (20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitszeit Ausbildungsvergütung Ausschlußfrist Eingruppierung Entlohnung Grundlohn Grundvergütung Jahresarbeitszeit Jahressonderzahlung Lohnerhöhung Mindestbedingung Mindestlohn Monatsgehalt Regelarbeitszeit Sonderzahlung Stundenlohn Urlaubsgeld Weihnachtsgeld Wochenarbeitszeit Zusatzleistung Zusatzrente abgesichert außertariflich betrieblich entlohnt festgelegt geregelt ortsüblich vereinbart Öffnungsklausel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tariflich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

N. hält sich immer exakt an die tariflich vereinbarte Zeit.
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2003
Für die Betriebe dürfe es keine Erhöhung der tariflichen Kosten geben.
Der Tagesspiegel, 22.02.2002
Ein Verzicht auf entstandene tarifliche Rechte ist nur in einem von den Tarifvertragsparteien gebilligten Vergleich zulässig.
o. A.: Tarifvertragsgesetz (TVG). In: WiGBl, 09.04.1949, S. 48
Dabei handelt es sich um den tariflich festgesetzten Stundenlohn für eine Facharbeitergruppe, deren Angehörige über 21 Jahre alt sind.
o. A. [H. M.]: Ecklohn. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1974]
Ihre Beschäftigung im Reich erfolgt im Rahmen eines ordnungsgemäßen Arbeitsverhältnisses bei tariflich geregelter Entlohnung.
o. A.: Einhundertdreiundvierzigster Tag. Freitag, 31. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 29823
Zitationshilfe
„tariflich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tariflich>, abgerufen am 22.11.2019.

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