tatschen

GrammatikVerb
Worttrennungtat-schen
Wortbildung mit ›tatschen‹ als Letztglied: ↗antatschen · ↗betatschen · ↗herumtatschen
eWDG, 1976

Bedeutung

landschaftlich, salopp, abwertend etw., jmdn. plump anfassen
Beispiele:
auf den Kuchen, die Wurst tatschen
jmdm. ins Gesicht tatschen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tätscheln · tatschen · tätschen
tätscheln Vb. ‘leicht, liebkosend klopfen, berühren, streicheln’ (15. Jh., tätschlen), Iterativbildung zu tatschen, tätschen Vb. ‘plump anfassen, zudringlich streicheln’, mhd. tetschen ‘mit klatschendem Aufschlagen von Händen und Füßen sich im Wasser bewegen, panschen’, das wie ↗klatschen, ↗patschen, ↗plätschern (s. d.) lautnachahmenden Ursprungs ist. Vgl. tatsch Interjektion zur Bezeichnung eines klatschenden Schlages.

Typische Verbindungen
computergeneriert

herum

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tatschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn sie merkten, daß sie nicht mehr weiterwußten, tatschten sie einen an.
Süddeutsche Zeitung, 02.03.1996
Dafür darf er ihr vor den Augen des Fotografen an den Busen tatschen.
Bild, 01.02.2001
Hick gestaltet kein Thema, er tatscht mit seiner Kamera nicht an ihren Körpern herum, er achtet die Integrität.
konkret, 1998
Auf der Terrasse am alten Postplatz erwidert der öffentliche Sachs Grüße nach rechts und nach links, er wird auf die Schulter getatscht und umhalst.
Die Zeit, 17.08.2009, Nr. 33
Zwischendurch tatscht die powidltatschkerl-genährte, dabei sopranflache Bettina Jensen (Marie) an ihrem heldentenoral auftrumpfenden Torsten Kerl (Hans) herum, bis sie sich (be) halten dürfen.
Die Welt, 10.09.2002
Zitationshilfe
„tatschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tatschen>, abgerufen am 06.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
tätscheln
Tatsche
Tätsch
Tatsächlichkeit
tatsächlich
Tatschkerl
Tattergreis
Tatterich
tatterig
tattern