tauglich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung taug-lich
Wortzerlegung taugen-lich
Wortbildung  mit ›tauglich‹ als Erstglied: ↗Tauglichkeit  ·  mit ›tauglich‹ als Letztglied: ↗alltagstauglich · ↗diensttauglich · ↗fahrtauglich · ↗flugtauglich · ↗geländetauglich · ↗höhentauglich · ↗kriegsdiensttauglich · ↗massentauglich · ↗militärdiensttauglich · ↗rollstuhltauglich · ↗tropentauglich · ↗untauglich · ↗verkehrstauglich · ↗waffentauglich · ↗wehrdiensttauglich · ↗wehrtauglich · ↗wintertauglich · ↗wohnzimmertauglich · ↗zuchttauglich
eWDG

Bedeutung

zu etw. taugend, geeignet, brauchbar
Beispiele:
etw. erweist sich als tauglich
jmdn. für tauglich halten
er ist für Arbeiten in großer Höhe, für den Wehrdienst tauglich
der Arzt hat ihn für tauglich erklärt, ein Auto zu führen
Du hast doch einen durchaus tauglichen Kopf [ JahnnEpilog312]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

taugen · tauglich · Taugenichts
taugen Vb. ‘geeignet, brauchbar sein’. Das Präteritopräsens ahd. tugan (9. Jh.), mhd. tugen, tügen, tougen, asächs. aengl. dugan, mnd. dȫgen, mnl. dōghen, dȫghen, nl. deugen, anord. duga, got. dugan ‘taugen, nützen’ und die unter ↗tüchtig und ↗Tugend (s. d.) genannten Formen lassen sich (bei semantischen Schwierigkeiten) formal mit aind. dṓgdhi ‘melkt, melkt heraus, zieht heraus’, griech. (mit Nasalpräsens) tynchánein (τυγχάνειν) ‘(an)treffen, (den Zweck) erreichen, Glück haben, sich zufällig ereignen, zutragen’, týchē (τύχη) ‘das Gelingen, Zufall, Glück, Schicksal, Los’, ir. dūan (aus *dhughnā) ‘Gedicht’, dūal (aus *dhughlo-) ‘passend’, lit. daũg ‘viel’, russ. dúžij (дужий) ‘kräftig’ verbinden und auf ie. *dheugh- ‘berühren, (aus)drücken, melken, reichlich spenden’ zurückführen. Für das Germ. ist dann eine Bedeutungsentwicklung von ‘gemilcht haben’ zu ‘nützen’ bzw. von ‘gemolken haben’ zu ‘Nutzen haben’ vorauszusetzen (vgl. Seebold 150). tauglich Adj. ‘zu etw. taugend, geeignet, brauchbar’ (16. Jh.), zuvor taugenlich, tuglich, tüglich (15. bis 17. Jh.). Taugenichts m. ‘Mensch, der nichts taugt, Nichtsnutz’ (1691), wenig älter Taugenicht (17. Jh.); vgl. frühnhd. Tügenicht und Tögenicht (16. Jh.), mnd. dȫgenicht, dȫgnichts, auch Nichtstaug (17. Jh.); imperativischer Scheltname.

Thesaurus

Synonymgruppe
firm · ↗fähig · ↗qualifiziert · tauglich  ●  ↗fit  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(gut) zu gebrauchen · ↗anwendbar · ↗benutzbar · ↗brauchbar · ↗gebrauchsfähig · ↗geeignet · ↗nutzbar · tauglich · ↗verwendbar · ↗verwendungsfähig · ↗verwertbar · verwertungsfähig
Assoziationen
Synonymgruppe
...geeignet · ↗...gerecht · ...kompatibel · ...tauglich · ↗...verträglich
Assoziationen
  • (gut) geeignet (für) · ↗...gerecht · ↗angepasst (an) · nach jemandes Bedürfnissen gestaltet · zugeschnitten (auf)

Typische Verbindungen zu ›tauglich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tauglich‹.

Verwendungsbeispiele für ›tauglich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der Praxis erweist sich das System aber als wenig tauglich.
Der Tagesspiegel, 07.01.2003
So fordert sie die Suche nach tauglicheren Sorten Geld geradezu heraus.
o. A.: KREDIT AUF GEWALT. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1986]
Ich aber will, daß man durch meine Aufzeichnungen tauglicher werde zum Leben.
Wildgans, Anton: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1933], S. 2714
Zu den bleibenden Hölzern wählt man immer das beste und tauglichste Holz.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 302
Zu meiner größten Überraschung wurde ich aber dennoch tauglich befunden.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„tauglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tauglich>, abgerufen am 16.01.2021.

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