teig

Duden GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich überreif; (von Fäulnis befallen und) weich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Teig · teig
Teig m. ‘aus Mehl und mehreren Zutaten bereitete knetbare Masse zum Backen von Brot, Kuchen oder zum Herstellen von Teigwaren’ (Nudeln), ahd. teig (9. Jh.), mhd. teic, mnd. dēch, mnl. deech, nl. deeg, aengl. dāg, engl. dough, anord. deig n., schwed. deg, got. daigs (germ. *daiga- m.) gehört zu einem in got. (schwundstufig) digan ‘kneten, aus Ton bilden’ belegten starken Verb. Verwandt sind außerdem anord. deigr ‘weich (von Metall)’, mhd. teic ‘weich, verfault’, nhd. teig Adj. ‘überreif’, mnd. dēch, mnl. deech ‘weich, gar’ sowie außergerm. (mit Nasalpräsens) griech. thingánein (θιγγάνειν) ‘mit der Hand berühren, antasten’, lat. fingere ‘kneten, formen, streicheln’ sowie aind. dēgdhi ‘verstreicht, reibt ein, verkittet’, griech. té͞ichos (τεῖχος) ‘Befestigungswerk, Ringmauer, Wall, Festung’, air. digen ‘fest’, lit. dýžti, díežti ‘abhäuten, abbalgen, auspeitschen’, russ. dežá (дежа) ‘Backtrog’. Erschließbar ist eine Wurzel ie. *dheig̑h- ‘Lehm kneten und damit mauern oder bestreichen, Teig kneten’.
Zitationshilfe
„teig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/teig>, abgerufen am 10.04.2020.

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